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Kräftiger US-Jobzuwachs - Notenbanker warnt vor verspäteter Zinswende


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Kräftiger US-Jobzuwachs - Notenbanker warnt vor verspäteter Zinswende

Dieser US-Arbeitsmarktbericht wurde mit Spannung erwartet: Der Jobmarkt zeigt sich unverändert robust. Seine Entwicklung ist eine der wichtigsten Orientierungsgrössen für die Geldpolitik der Notenbank Federal Reserve (Fed) – sie steuert die auf eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise zu.

Im Februar kamen in der Privatwirtschaft 295.000 Stellen hinzu. Volkswirte hatten außerhalb der Landwirtschaft mit bis zu 240.000 Stellen mehr gerechnet, nach – um 18.000 Jobs abwärts berichtigten – plus 239.000 im Januar.

Das ist der 12. Monat in Folge mit mehr als 200.000 Jobs Zuwachs – die längste Plusstrecke seit 1994.

Die Arbeitslosenquote fiel mehr als den erwarteten Tick von 5,7 auf 5,5 Prozent.

Die US-Notenbank sollte nach Ansicht von Fed-Mitglied John Williams aus San Francisco nicht zu lange mit einer Erhöhung der Zinsen warten.

Sonst bestehe die Gefahr, dass man bei der Inflation “drastisch” über das Ziel hinausschieße und die Notenbank (Fed) gezwungen sein könne, die Zinsen dramatisch anzuheben, sagte Williams im Vorfeld der Arbeitsmarktdaten.
Bis Jahresende werde in den USA vermutlich Vollbeschäftigung erreicht, vielleicht sogar schon früher. “Es gibt eine gute Chance, dass die Arbeitslosenquote um die Jahreswende unter 5 Prozent fällt”. Er erwarte innerhalb der kommenden beiden Jahre zwei Prozent Inflationrate.

Die US-Notenbank Fed wird auf ihre lang erwartete Zinswende im Vorfeld aufmerksam machen – vermutlich nicht vor Juni. Das hatte Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats versprochen. Auch bei 5,7 Prozent Arbeitslosenquote hatte Yellen zuletzt am Jobmarkt noch weiter Verbesserungsbedarf gesehen.

Mit einem Leitzins nahe null Prozent versucht die Fed seit Ende 2008, die von der Finanzkrise gebeutelte Wirtschaft in Fahrt zu bringen. Zusätzlich kaufte sie massenhaft Staatsanleihen und Hypothekenpapiere auf.

Im vergangenen Jahr lag das US-Wachstum vorläufigen Zahlen des Handelsministeriums zufolge bei 2,4 Prozent. Als Schritt zur Normalisierung der Geldpolitik stellte die Fed bereits im Oktober die Anleihekäufe ein.

su mit Reuters, dpa

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