Eilmeldung

Eilmeldung

Gravity: Endspurt im alpinen Ski-Weltcup

Unser wöchentliches Skimagazin “Gravity” beschäftigt sich dieses Mal unter anderem mit den jüngsten Erfolgen von Kjetil Jansrud und Lindsey Vonn

Sie lesen gerade:

Gravity: Endspurt im alpinen Ski-Weltcup

Schriftgrösse Aa Aa

Unser wöchentliches Skimagazin “Gravity” beschäftigt sich dieses Mal unter anderem mit den jüngsten Erfolgen von Kjetil Jansrud und Lindsey Vonn.

Jansrud gewinnt Kristallkugel im Super-G

Olympiasieger Κjetil Jansrud hat beim vorletzten Super-G-Rennen der Saison alles klar gemacht. Der Norweger gewann das Rennen in Kvitfjell und holte damit auch den Weltcup in dieser Disziplin. Der 29jährige ließ die Konkurrenz bei schwierigen Bedingungen hinter sich. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Vincent Kriechmayr aus Österreich lag bei 24 Hundertstelsekunden.

Es war der sechste Saisonsieg für Jansrud. Beim Finale im französischen Meribel ist er nicht mehr einzuholen. Jetzt könnte der Norweger sogar noch den Abfahrtsweltcup gewinnen. Auch in dieser Wertung liegt er im Moment vorne.

Sein größter Konkurrent in der Abfahrt ist Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt aus Österreich. Beim Rennen in Garmisch schied er aus, zum zweiten Mal in Folge bei einem Super-G-Rennen. Im Abfahrtsweltcup sind er und Jansrud aber nur noch 20 Punkte voneinander entfernt. Die Entscheidung fällt also im letzten Rennen der Saison.

Lindsey Vonn siegt in Garmisch

Sie hatte seit Januar kein einziges Rennen gewonnen und bei den Weltmeisterschaften in Beaver Creek nur Bronze geholt: Beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen schaffte es Lindsey Vonn dann endlich wieder zurück in die Erfolgsspur.

Sie holte in Garmisch Platz 1 und damit zumindest im Super-G die besten Karten auf den Weltcup-Saisonsieg in dieser Disziplin. Sie gewann mit 20 Hundertstelsekunden Vorsprung und liegt im Super-G-Weltcup nun acht Punkte vorne. Im Gesamtweltcup liegt Vonn auf Rang drei, ohne Chance, sich noch zu verbessern.

Zweite in Garmisch wurde Tina Maze. Bei der Slowenin ist es genau andersherum: der Super-G-Weltcup wird ohne sie entschieden, aber im Gesamtweltcup konnte sie ihre Führung weiter ausbauen. Platz zwei in Garmisch bedeutet, dass sie in der Weltcup-Gesamtwertung jetzt 44 Punkte vorne liegt.

Bleibt noch Anna Fenninger aus Österreich, die aktuell Zweite im Gesamtweltcup. Sie kam beim Rennen in Garmisch auf Platz drei mit 36 Hundertstelsekunden Rückstand auf Vonn. Sechs Rennen vor Saisonende wird es für sie immer schwieriger, Maze im Gesamtweltcup noch einzuholen.

Piccard: Das Risiko fährt mit

Die Deutsche Viktoria Rebensburg hat die Saison vorzeitig beenden müssen. Die französische Ex-Abfahrtsweltmeisterin Marion Rolland musste sogar ihrer Karriere beenden. Der Grund in beiden Fällen: Knieverletzungen. Das zeigt, wie riskant alpiner Skisport ist, sagt unser Experte Franck Piccard .
„Es ist ein Sport, bei dem es um Geschwindigkeit geht, bei dem es relativ wenig Schutzkleidung gibt und kaum Sicherheitsvorkehrungen – sieht man einmal von den Fangnetzen an der Strecke ab. Man ist also völlig dem Berg und der eigenen Geschwindigkeit ausgeliefert. Man ist niemals sicher vor Stürzen. Es ist ein Balance-Akt, bei 120, 130 oder sogar und 160 Kilometern pro Stunde auf zwei Brettern zu stehen und sie zu steuern. Dazu kommen manchmal eine schlechte Sicht, unterschiedlich glatter Schnee oder eine schwierige Anordnung der Tore. Alles zusammen, viele Faktoren, die einen Sturz und eine Verletzung auslösen können.“

Skiing Past: Stenmarks Rekord für die Ewigkeit

Wir blicken in der Rubrik Skiing Past zurück auf den 19. Februar 1989. Ingemar Stenmark steht kurz vor seinem 33. Geburtstag und kämpft darum, Anschluss an die jungen Wilden zu halten. Der Schwede ist ein Spezialist für technisch anspruchsvolle Disziplinen und seit zwei Jahren ohne Sieg. Viele raten ihm, aufzuhören, weil sich der Sport verändert hat. Aber am 19. Februar 1989 zeigt es Stenmark noch einmal allen und gewinnt in Aspen/Colorado. Es ist sein 86. Weltcupsieg, ein Rekord, der noch immer gilt.