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Indien: Verdächtige wegen Lynchmord an mutmaßlichen Vergewaltiger in Haft

In Indien sind 18 Männer im Zusammenhang mit einem Lynchmord festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen einen mutmaßlichen Vergewaltiger in der Stadt Dimapur öffentlich hingerichtet zu haben.

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Indien: Verdächtige wegen Lynchmord an mutmaßlichen Vergewaltiger in Haft

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In Indien sind 18 Männer im Zusammenhang mit einem Lynchmord festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen einen mutmaßlichen Vergewaltiger in der Stadt Dimapur öffentlich hingerichtet zu haben.

Ein wütender Mob hatte am vergangenen Donnerstag das Gefängnis der nordindischen Stadt gestürmt, den Verdächtigen nackt durch die Straßen gezerrt und zu Tode geprügelt. Der 35- jährige saß wegen des Verdachts eine 20-Jährige missbraucht zu haben in Untersuchungshaft.

Ob die Tat auch damit zu tun hatte, dass der Mann zu den unbeliebten Einwanderern aus dem benachbarten Bangladesch gehörte, ist ungeklärt.

Sexuelle Gewalt hat Indien in den vergangenen Jahren immer wieder erschüttert und empört. Weltbekannt wurde dieses Problem durch die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau Ende 2012. Die Frau starb wenig später an ihren schweren Verletzungen.

Mit den Ereignissen von damals befasst sich jetzt der Dokumentarfilm “India’s Daughter” der britischen Regisseurin Leslee Udwin. In diesem Film zeigt sich einer der Täter – der inzwischen zum Tode verurteilte Mukesh Singh – reuelos; er gibt vielmehr dem Opfer die Schuld.

Indiens Regierung hat die Ausstrahlung des Films – geplant für den Weltfrauentag am 8. März – verboten. In etlichen anderen Ländern wurde der Film wie geplant am Sonntag gezeigt.