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Die Erfolgsgeschichte des Sonnenfliegers

Die “Solar Impulse” absolvierte ihren ersten Testflug am 3. Dezember 2009 im schweizerischen Dübendorf. Ein voller Erfolg für ein revolutionäres

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Die Erfolgsgeschichte des Sonnenfliegers

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Die “Solar Impulse” absolvierte ihren ersten Testflug am 3. Dezember 2009 im schweizerischen Dübendorf. Ein voller Erfolg für ein revolutionäres Projekt. Ein neues Kapitel in der Luftfahrtgeschichte begann.

Der Solarflieger aus Karbonfasern kommt ohne einen Tropfen Kerosin aus und fliegt Tag und Nacht. Angetrieben wird er von vier Elektromotoren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 Stundenkilometer. 2010 flog der Einsitzer seinen ersten 26-stündigen Flug ohne Zwischenstopp.

Sein Nachfolger “Solar Impulse 2” absolvierte seinen Jungfernflug im vergangenen Jahr über der Schweiz. Mehr als 17.000 Solarzellen zapfen der Sonne die notwendige Energie ab, die in Lithium-Batterien gespeichert wird. Das Flugzeug hat eine Autopilot-Funktion und genügend Platz, damit sich der Pilot auch mal hinlegen kann.

Die Tragflächen des Flugzeugs haben mit 72 Metern fast die gleiche die Spannweite wie ein Airbus A380. Aber das Gewicht ist um einiges leichter. Das Solar-Flugzeug wiegt nur rund 2.300 Kilo und ist damit so schwer wie ein Geländewagen.

Seit zwölf Jahren arbeiten die Schweizer Luftfahrt-Abenteurer André Borschberg und Bertrand Piccard an dem Projekt. Die 35.000 Kilometer sollen in 25 Flugtagen zurückgelegt werden. Piccard erklärt die Route: “Wir fliegen in Abu Dhabi los, überfliegen Indien und China. Diese Etappen sind jeweils rund 24 Stunden lang und dann der große Sprung nach Hawaii und in die USA. Es folgt der lange Flug über den Atlantik nach Südeuropa oder Nordafrika. Danach gibt es einen sehr langen Flug zurück nach Abu Dhabi, um die Weltumrundung zu vollenden.”

Am Tag fliegt die “Solar Impulse 2” in einer Höhe von rund 8.500 Metern. Auf die Weltumrundung bereiteten sie sich intensiv vor, dazu gehören auch Yoga-Übungen. An Bord ist immer nur ein Pilot allein bis zu fünf Tage und fünf Nächte lang. An viel Schlaf ist da nicht zu denken, unterstreicht André Borschberg: “Wir haben uns vorgenommen, maximal 20 Minuten am Stück zu schlafen, dann müssen wir wieder Kontakt mit dem Kontrollzentrum aufnehmen und überprüfen, dass das Flugzeug ordentlich funktioniert, anschließend können wir uns wieder kurz ausruhen.”

Es ist eine große Herausforderung, aber das Abenteuer hat ein wichtiges Ziel, erklären die Piloten: Sie wollen um Unterstützung für umweltschonende Energien werben und zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können.