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Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen - Wieder Proteste in den USA

Am dritten Tag in Folge haben am Sonntag in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin Dutzende Menschen gegen Polizeigewalt protestiert. Am Freitagabend

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Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen - Wieder Proteste in den USA

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Am dritten Tag in Folge haben am Sonntag in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin Dutzende Menschen gegen Polizeigewalt protestiert. Am Freitagabend hatte erneut ein Polizist einen unbewaffneten 19-jährigen Afroamerlikaner in dessen Wochnung erschossen. Der Beamte sei vorher von dem Mann angegriffen worden, zitierten US-Nedien den örtlichen Polizeichef Mike Koval. Demnach hatte die Polizei zuvor einen Hinweis erhalten, nach dem sich ein der Körperverletzung verdächtigter junger Mann in einer bestimmten Wohnung aufhalte.

“Der junge Mann war unbewaffnet”, so Koval, “die Ermittlungen werden somit noch undurchsichter und schwieriger. Die Tatsache, dass es zum Gebrauch der Schusswaffe kam deutet darauf hin, dass es noch andere Faktoren gibt, über die wir uns noch nicht im Klaren sind.”

Die US-Polizei ist in den vergangenen Monaten wiederholt wegen mutmaßlicher exzessiver Gewalt und Diskriminierung gegen Schwarze in die Schlagzeilen geraten. Erst vor wenigen Tagen hatte das Justizministerium notorische schwere Missstände im Umgang mit Afroamerikanern in Ferguson angeprangert. Dort war im Sommer vergangenen Jahres der unbewaffnete schwarze Jugendliche Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden. Der Vorfall hatte schwere
Proteste ausgelöst.