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Viele vermissen russische Touristen - die vermissen ihr Reisebudget

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Viele vermissen russische Touristen - die vermissen ihr Reisebudget

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“Schweizer Hotels vermissen russische Touristen”
(handelszeitung.ch-06.03.2015), “Baden-Baden bangt um russische Reisende” (DIE WELT-01.12.2014),
“Rubel-Krise: Weniger russische Touristen in Österreich” (Handelsblatt-27.02.2015), “Garmisch vermisst russische Touristen” (Aktuelles aus Russland.-10.02.2015), “Russische Touristen in der Türkei bleiben aus” (Derwesten.de-05.03.2015)…

Die Währung fast 50 Prozent gegen den Dollar abgewertet, die Konjunktur zuhause auf halbmast – viele Russen verbringen ihre Ferien lieber zu Hause, so diese Presse-Zeilen. Nach Angaben der Vereinigung der Tourismusanbieter in Moskau sind im vergangenen Jahr nur gut halb so viele Russen verreist wie 2013.

Besonders getroffen: Ägypten („Al-Ahram“ meldet einen Einbruch um 40 Prozent im Dezember im Jahresvergleich), Thailand (laut Tourismusbehörde im November 2014 etwa 21 Prozent weniger als im November 2013), Türkei (Tourismusministerium: Im November rund 18,5 Prozent Russen weniger als im Jahr zuvor.)

Und wer verreist, schaut auf’s Geld: Laut Steuer- Rückerstattungs-Firma Global Blue, meldeten russische Touristen im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger Einkäufe an, mit scharfer Beschleunigung im Dezember (-44 Prozent) und Januar (-51 Prozent).
(schätzt seinen russischen Kunden wurde von 20 bis 30 Prozent in diesem Jahr geschrumpft, und die, die gekommen sind, haben weniger aufgewendet.
“Früher sah man russische Kunden Weinflaschen für 6.000 Euro kaufen”, so Adeline Roux, Tourismus-Chefin im französischen Skiort Courchevel, “jetzt bestellen sie nur nach die für ein paar hundert Euro.”
Luxusmarken wie Cartier-Uhren, der
Italienische Modekonzern Roberto Cavalli oder die LVMH-Uhrenmarke Hublot machen sich auf ein hartes Jahr 2015 gefasst.

Ein Glück, dass es ein anderes Land gibt, dessen Bewohner von der unerwarteten Aufwendung ihrer Währung profitieren: “Schweizer sind die neuen Russen,” heißt es erleichtert in Österreich(WirtschaftsBlatt.at -18.02.2015).

su mit Reuters