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Preisverfall in Griechenland gebremst

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Preisverfall in Griechenland gebremst

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Die Preise in Griechenland fallen weiter – scheinen sich aber zu fangen. Im Februar kosteten Waren und Dienstleistungen im Schnitt 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, so das nationale Statistikamt. Damit fielen die Preise im Jahresvergleich den 24. Monat in Folge, im Januar um 2,8 Prozent.

Im Unterschied zu Euro-Ländern, in denen vor allem die Engergiepreise zurückgehen, ist Griechenland seit rund 24 Monaten im Deflations-Modus – Kürzungen bei Löhnen und Renten und eine tiefe Rezession drücken auf die Preise.

Bei so einem Preisverfall auf breiter Front sprechen Experten von “Deflation” – sie gilt als schädlich für die Konjunktur. Denn in Erwartung noch weiter sinkender Preise halten sich die Verbraucher theoretisch beim Konsum zurück und die Firmen bei ihren Investitionen. Wenn das dann zu weniger Nachfrage und Entlassungen führt, wird daraus ein Teufelskreis.

In der Euro-Zone liegt die Preisdynamik seit Dezember ebenfalls unter Null, zum ersten Mal seit 2009. Im Februar sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent zum Vorjahr.

su mit Reuters