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NATO versus Russland

Amerikanische Stryker-Panzer und estnische Soldaten säumen die Straßen der Stadt Narva anlässlich des 97. Unabhängigkeitstages Estlands. An der

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NATO versus Russland

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Amerikanische Stryker-Panzer und estnische Soldaten säumen die Straßen der Stadt Narva anlässlich des 97. Unabhängigkeitstages Estlands. An der Militärparade in der Grenzstadt nahmen auch NATO-Soldaten aus Großbritannien, der Niederlande, Spanien, Lettland und Litauen teil. Das EU-Land Estland ist seit 2004 Mitglied der NATO und fühlt sich von Russland bedroht. Die Parade galt auch als Zeichen der Solidaritätsbekundung von den NATO-Staaten.

Die Ukrainekrise hat die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen erheblich verschlechtert. Ende Februar hielt Moskau ein Manöver nahe der ukrainischen Grenze ab. Ähnliche Übungen wurden auch mit Jagdbombern durchgeführt, und zwar weiter nördlich über der Barentssee. Strategisch wichtig für Moskau, grenzt sie auch an Norwegen, das Mitglied der NATO ist.

Die Jagdbomber näherten sich sogar dem Luftraum Großbritanniens, wie Aufnahmen beweisen: Kampfflugzeuge der Royal Air Force fingen russische Bomber vor der Küste ab und eskortierten die Tupolews aus dem Gebiet. Die 28 NATO-Mitglieder sind laut Artikel 5 des NATO-Vertrags zu militärischem Beistand verpflichtet, sollte ein Mitglied angegriffen werden. Neutrale Länder, wie Finnland sind in großer Sorge. Das Land teilt eine knapp 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland und hält eventuell sogar einen NATO-Beitritt in Zukunft für möglich.

Der finnische Ministerpräsident Alexander Stubb erklärte: “Ich denke, es ist sehr wichtig, dass wir in den kommenden Jahren die Möglichkeit einer NATO-Mitgliedschaft nicht mehr ausschließen sollten. Wie der Präsident schon gesagt hat, es ist auch eine sicherheitspolitische Entscheidung, sich diese Option offenzulassen.”

Anfang Februar entschied sich die NATO dazu, aufzurüsten. So soll eine schnelle 5.000 Mann starke Eingreiftruppe gebildet werden, die bei Krisen innerhalb weniger Tage vor Ort sein kann. Zudem sollen sechs Stützpunkte in Osteuropa eingerichtet werden. Erst vor wenigen Tagen hatte die NATO im Schwarzen Meer ein Militärmanöver abgehalten.