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"Paris Fashion Week": Neopren und Hollywood-Diven

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"Paris Fashion Week": Neopren und Hollywood-Diven

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Die “Paris Fashion Week” war immer schon dafür bekannt, auch Platz für Newcomer zu haben. Der 38-jährige Christophe Guillarmé hat sich seit jeher für

Die “Paris Fashion Week” war immer schon dafür bekannt, auch Platz für Newcomer zu haben. Der 38-jährige Christophe Guillarmé hat sich seit jeher für Glamrock und Hollywood-Divas interessiert. Und das sieht mein seiner Herbst-Winter-Kollektion auch an. “Diese Kollektion habe ich ‘Schwarze Orchidee’ genannt. Das ist ein Film aus den 50er-Jahren mit Sophia Loren. Sie ist für mich eine Ikone dieser Epoche und ich hatte Lust, diese etwas retro-artige Idee mit etwas Zeitgenössischem, etwas Modernerem zu mischen”, erklärt Guillarmé.

Und: “Ich habe wieder mit Neopren für diese Kleider im Stil der 50er gearbeitet. Sie sind zeitgenössisch aufbereitet, was das Material angeht. Wir haben Laser benutzt, sie sind ein wenig transparent. Mit dem Laser als Arbeitsmittel kommen wir ein wenig Tischdeckchen nahe, den traditionellen Spitzendeckchen. Das wollte ich mit diesem Motiv. Mit der Schere wäre das nicht so gleichmäßig geworden.”

Die Geschichte einer neopolitanischen Schönheit, die nach Los Angeles reist, erzählt ein in schwarz und weiss bedrucktes Neopren-Kleid. Auch Rottöne benutzt Guillarmé in vielen Teilen. Das Sahnehäubchen auf der Torte sind schließlich schwarze Netzstrukturen an der Schulterlinie. All das wird mit exquisiten handgefertigten Details versehen, die an die Haute Couture erinnern. Diese Herbst-Winter-Kollektion kann man wohl getrost als italienischen Retro gemischt mit kalifornischer Exzentrik bezeichnen.