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"Elser - Er hätte die Welt verändert"

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"Elser - Er hätte die Welt verändert"

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Über 30 Attentatsversuche soll es gegen Adolf Hitler gegeben haben. Nur ganz wenige kamen so weit wie der Schreiner Georg Elser, der Alleingang im

Über 30 Attentatsversuche soll es gegen Adolf Hitler gegeben haben. Nur ganz wenige kamen so weit wie der Schreiner Georg Elser, der Alleingang im Münchner Bürgerbräukeller eine Bombe hochgehen ließ, die Hitler samt NS-Führungsriege um nur 13 Minuten verfehlte.

Regisseur Oliver Hirschbiegel, der seinen Film Elser erstmals auf der Berlinale vorstellte, wollte dem Widerstandskämpfer ein Denkmal setzen. Er sei durchaus vergleichbar sei mit Edward Snowden heute, sagt Hirschbiegel: “Er machte das im Alleingang. Das ist das Wunderbare an Georg Elser, ebenso wie an Edward Snowden. Er handelt nicht aus Eigennutz. Er handelt aus fester Überzeugung, er spürt ein tiefes Bedürfnis, dem Unheil ein Ende zu setzen. Es geht um Freiheit, freie Meinungsäußerung, Bewegungsfreiheit, Individualität. All das sieht Elser den Bach heruntergehen.”

Der Film zeichnet ein sehr persönliches Porträt des Mannes, der wagt, aus Überzeugung “Nein!” zu sagen. Überzeugend wird er dargestellt von Christian Friedel, für den der Film eine Art Geschichtsstunde ist.

Christian Friedel: “Dem Film gelingt es, Geschichte auf eine andere Weise nahezubringen. Ich bin eigentlich kein besonders politischer Mensch. Aber ich habe gelernt, dass wir alle politisch sein können und eine Stimme haben, die zählt in unserem demokratischen System.”

Katharina Schüttler: “Der Film zeigt den Mikrokosmos einer Kleinstadt, eines kleinen Dorfes. Das macht es einfach, sich einzufühlen, zu sehen, wie sich Menschen verändern, wie sie sich verhalten, und wie sich private Konflikte mit der politischen Gesamtsituation vermischen.”

Für Kinogänger, die mit Hirschbiegels Film “Der Untergang” über die letzten Tage im Führerbunker nicht einverstanden waren, ist “Elser” (internationaler Titel “13 Minutes”) vielleicht eine Art Wiedergutmachung. Er kommt am 8. April auf die deutschsprachigen Leinwände.