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Paris sagt "No" zur belgischen Waterloo-Münze

Das Denkmal in der Nähe Brüssels erinnert an die Schlacht von Waterloo, wo Briten und Preussen 1815 den Abenteurer Napoleon besiegten. Er hatte halb

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Paris sagt "No" zur belgischen Waterloo-Münze

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Das Denkmal in der Nähe Brüssels erinnert an die Schlacht von Waterloo, wo Briten und Preussen 1815 den Abenteurer Napoleon besiegten. Er hatte halb Europa zu einem Vorhof Frankreichs gemacht. Weil sich 200 Jahre seither erfüllen, hat Belgien 180.000 Zwei-Euro-Münzen mit dem Denkmal prägen lassen. Doch diese werden wohl wieder eingeschmolzen. Der Grund: Paris droht zwar nicht damit, erneut zu den Waffen zu greifen, doch man ist tief gekränkt. Napoleon habe schließlich eine Niederlage erlitten, heißt es.

Meinung

Die Nachbarn haben ohnehin kein gutes Bild von den Franzosen

“Das wird das Bild Frankreichs, das man in Belgien hat, gewiss nicht verbessern”, meint unsere Korrespondentin Audrey Tilve. Besucher in Waterloo sehen das ähnlich: “Die Nachbarn haben ohnehin kein gutes Bild von den Franzosen. Und nun auch das noch”, meint ein junger Mann. Ein anderer sagt: “Hinzu kommt, dass es Münzen gibt, die an den Ersten Weltkrieg erinnern. Die Deutschen, die damals besiegt wurden, haben nicht verlangt, dass die Münzen in Belgien und in Europa nicht in den Umlauf gebracht werden.” Und ein dritter Besucher sagte uns: “Mehr Nachdruck wäre gut gewesen, um die Erinnerung an den Ort wach zu halten.” So oder anders wird der 200. Jahrestag der Schlacht Mitte Juni festlich begangen. Ob die Gäste aus Paris den Feierlichkeiten fernbleiben?