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Ukraine will Verhandlungen über eine Umschuldung aufnehmen

Die Ukraine will heute mit ihren Gläubigern Verhandlungen über eine Umschuldung aufnehmen. Nach Angaben von Finanzministerin Natalia Jaresko soll die

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Ukraine will Verhandlungen über eine Umschuldung aufnehmen

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Die Ukraine will heute mit ihren Gläubigern Verhandlungen über eine Umschuldung aufnehmen. Nach Angaben von Finanzministerin Natalia Jaresko soll die erste Tranche des Hilfspakets des Internationale Währungsfonds (IWF) am Freitag ausgezahlt werden. 2,2 Milliarden will sie an die Zentralbank weiterleiten, 2,8 Milliarden sollen in den Staatshaushalt fließen. Ministerpräsident Arseni Jatsenjuk betonte, das Vorgehen entspreche den Absprachen mit den Geldgebern:

“Jede Entscheidung, die die Regierung getroffen hat, wird vom Parlament, dem Präsidenten und unseren westlichen Partnern gebilligt”, betont Ministerpräsident Jazenjuk.

Wirtschaftsexperten sehen das anders. Sie meinen, die 5 Milliarden dürften nur für den Schuldendienst verwendet werden.

“Die Ukraine hat 10 Milliarden Dollar erhalten. Dies rettet uns vor dem Bankrott. Für andere Ausgaben die in lokaler Währung erfolgen, Sozialausgaben, Verteidigungsausgaben, kann das Geld nicht verwandt werden. Dies ist eine Nothilfe, die es der Regierung erlaubt ihren Verpflichtungen in Devisen nachzukommen”, erläutert Wirtschaftsexperte Mykhailo Kukhar von der Independent Group of Macroeconomic Researches and Forecasts.

Der IWF hatte am Mittwoch ein Hilfspaket über 17,5 Milliarden US-Dollar bewilligt.

Berichten zufolge will die Ukraine erreichen, dass Kreditraten, die dieses Jahr fällig sind, auf 2016 verschoben werden. Ob sich Russland an den Verhandlungen über eine Umschuldung beteiligen wird ist unklar.