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Die wilde Schönheit - Hommage an Alexander McQueen in London

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Die wilde Schönheit - Hommage an Alexander McQueen in London

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Die Eröffnung der Alexander-McQueen-Ausstellung ist der kulturelle Höhepunkt in London gewesen. Stars aus der ganzen Welt kamen ins Victoria and

Die Eröffnung der Alexander-McQueen-Ausstellung ist der kulturelle Höhepunkt in London gewesen. Stars aus der ganzen Welt kamen ins Victoria and Albert Museum, um den verstorbenen britischen Designer zu ehren. Mit seinem kreativen Talent wirbelte er die Modebranche auf, bevor er 2010 Selbstmord beging.

Meinung

Er hat die Regeln gebrochen, das war seine Stärke.

“In der heutigen Welt haben alle jungen Designer viel mehr das Gefühl, dazugehören zu müssen. Das hat Alexander McQueen nie interessiert. Er hat die Regeln gebrochen, das war seine Stärke”, so die Modejournalistin Suzy Menkes.

“Unglaublich spannend, sehr anregend, ständig voller spannender Ideen, die andere nicht hatten. Ein brillanter junger Mann in der Zusammenarbeit”, erinnert sich Fotograf Nick Knight.

Und das Model Eva Herzigova ergänzt: “Er brachte einen immer dazu, verschiedene Emotionen zu durchleben, durch seine Shows, durch seine Kleider. Man wusste nie, woher das kam oder wie er darauf gekommen war. Wirklich viele Emotionen.

Die Ausstellung mit dem Titel “Savage Beauty” ist eine erweiterte Version der 2011 gezeigten Schau im New Yorker Metropolitan Museum of Art, die Tausende Besucher anzog und zur erfolgreichsten Ausstellung des Hauses wurde.

Privat galt McQueen als verschlossen, er mied das Rampenlicht und lehnte Interviewanfragen meistens ab. Er verhalf der Londoner Mode zu einer Renaissance nach der langen ruhigen Zeit nach der Punkperiode der 1970er-Jahre. Seine Shows waren oft der Höhepunkt der Pariser und Londoner Modewochen.

“Aufgrund seiner Fähigkeit, Geschichten erzählen zu können, zeigten seine Shows nie nur Kleidung. Sie präsentierten eine ausgearbeitete Geschichte, die manchmal schockierte oder verstörte. Und doch ging es nicht nur um den Wunsch zu überraschen und zu schockieren, sondern der Kleidung über eine Laufsteg-Präsentation hinaus mehr Gewicht zu geben”, so Kuratorin Sonnet Stanfill.

Die Londoner Ausstellung zeigt auch Kollektionen aus McQueens frühen Londoner Jahren. 240 Roben sind zu bewundern. Laut Museum sind bereits 70.000 Eintrittskarten verkauft. “Savage Beauty” ist noch bis Anfang August im Victoria and Albert Museum zu sehen.