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Jetzt auch noch das Rating heruntergestuft - die Ruh' ist hin in Andorra

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Jetzt auch noch das Rating heruntergestuft - die Ruh' ist hin in Andorra

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Mitten in der Diskussion über Geldwäsche für die Organisierte Kriminalität in Russland und China und ausländische Korruptionsgeschäfte bei der Bank Banca Privada D’Andorra (BPA) hat die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S & P) den Zwergstaat in den Pyrenäen herabgestuft.

Die Agentur senkte Rating des Landes von BBB + auf BBB, zwei Stufen über dem sogenannten Junk-Status. Gleichzeitig wurde eine “negative Bonitätsüberwachung” verkündet – eine weitere Herabstufung ist also möglich.

Die Begründung: Unsicherheit im Fall BPA und “mögliche Auswirkungen auf den Rest des Bankensystems und die mittelfristige Haushaltslage des Landes.”

Die Degradierung kam vier Tage, nachdem die Banca Privada d’Andorra vom US-Finanzministerium zum “erstrangigen Geldwäsche-Risiko” erklärt wurde. Kann bedeuten: Ausschluss aus dem US-Finanzmarkt. Als Geldwäsche-Summe nannte das Ministerium zwei Milliarden US-Dollar, allein von der staatlichen Ölgesellschaft Venezuelas, Petroleos de Venezuela.

Andorra hatte nach den Vorwürfen die Leitung der BPA-Bank übernommen und den Vorstand ausgetauscht. Auch Spanien und Panama übernahmen die BPA-Ableger.

su mit Reuters