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Vanuatus Präsident bittet "mit schwerem Herzen"um internationale Hilfe

Vanuatus Präsident “Baldwin Lonsdale hat nach der Verwüstung seiner Heimat durch Zyklon “Pam” die internationale Gemeinde um Hilfe

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Vanuatus Präsident bittet "mit schwerem Herzen"um internationale Hilfe

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Vanuatus Präsident “Baldwin Lonsdale hat nach der Verwüstung seiner Heimat durch Zyklon “Pam” die internationale Gemeinde um Hilfe gebeten”:https://www.youtube.com/watch?v=xPYdaeMH6yk. “Mit einem schweren Herzen” trete er vor die Versammlung sagte er bei einer UN-Konferenz in Japan.

Der Tropensturm war in der Nacht auf Samstag mit voller Wucht auf den Inselstaat getroffen. Windböen von bis zu 340 Kilometer pro Stunde, starke Niederschläge und hohe Wellen richteten schwere Verwüstungen an. Meteorologen sprechen von dem gewaltigsten Zyklon in der Region seit Wetteraufzeichnung. Die nationale Katastrophenschutzbehörde bestätigte bislang acht Todesopfer. Es wird befürchtet, dass die Zahl erheblich ansteigt, sobald die Kommunikation mit entlegeneren Inseln wieder hergestellt werden kann. Mehrere tausend Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

Das Ausmaß des angerichteten Schadens ist auch für Hilfsorganisationen schwer einzuschätzen. Charlie Damon von der Hilfsorganisation CARE International erklärte vor Ort: “Ich will mir garnicht vorstellen, wie lange wir brauchen werden, allein um die Hauptstadt Port Vila wieder aufzubauen. Ich schätze wir brauchen Monate, vielleicht sogar ein Jahr oder mehr bis sich das Land und die Menschen von diesem verheerenden Ereignis wieder erholt haben.”

Internationale Hilfe läuft langsam an: Neuseeland schickte mehrereTonnen Hilfsgüter, darunter Erste-Hilfe-Boxen, Nahrungsmittel und Trinkwasser. Australien versprach Hilfsorganisationen eine Soforthilfezahlung von 5 Mio Dollar.

Der Inselstaat Vanuatu liegt rund drei Flugstunden nordöstlich von Brisbane an der australischen Ostküste. Etwa 270.000 Menschen leben dort auf 65 Inseln verteilt, 47.000 Einwohner leben in der Hauptstadt Port Vila. Dort sollen laut UNICEF etwa 90 Prozent der Häuser beschädigt sein. Der Sturm bewegte sich von Vanuatu weiter richtung Süden auf Neuseeland zu.