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Zwei Monate nach Terrorattacke - Pariser Supermarkt wieder geöffnet

Der Pariser Supermarkt für koschere Lebensmittel, in dem bei einer Terrorattacke vier Menschen starben, hat gut zwei Monate nach der Tat wieder

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Zwei Monate nach Terrorattacke - Pariser Supermarkt wieder geöffnet

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Der Pariser Supermarkt für koschere Lebensmittel, in dem bei einer Terrorattacke vier Menschen starben, hat gut zwei Monate nach der Tat wieder geöffnet. Neben dem französischen Innenminster Bernard Cazeneuve kamen auch zahlreiche Kunden.

“Ich war hier, als die Attacke passierte”, so ein Kunde. “Ich wollte gerade wegfahren und [der Attentäter] Coulibaly war direkt vor mir. Als ich 45 Minuten später zu Hause den Fernseher anschaltete, sah ich, was vor sich ging. Deshalb bin ich heute wieder hier […] Es war wichtig, dass sie wieder geöffnet und den alten Namen behalten haben.”

“Der heutige Tag ist symbolisch, um Leuten, die ähnliche Taten planen zu zeigen, dass sie nicht gewinnen werden”, sagte eine Kundin.

Der “Hyper Cacher” öffnete mit mit neuem Verkaufspersonal, weil die bisherigen Angestellten nach der Attacke noch beurlaubt sind. Die Betreiber aber sind die gleichen. Man wolle zeigen, dass das Leben stärker sei als die Barbarei – der Opfer wegen, so Miteigentümer Laurent Mimoun.

“Als wir gestern Abend kurz allein im Laden waren, waren sie [die Opfer] das Einzige, an das wir denken konnten”, sagte Mimoun. “Das war der Antrieb, wieder zu eröffnen. Wir wollten uns beeilen, wieder aufzubauen was wir konnten.”

Inneminister Bernard Cazeneuve ließ sich zur Eröffnung auch den Kühlraum zeigen, in dem Angestellte mehrere Kunden vor dem Attentäter Amedy Coulibaly versteckten. Die Behörden würden alles tun, damit alle Franzosen frei leben könnten, so Cazeneuve.

In Frankreich leben sowohl die größte jüdische wie auch die größte muslimische Gemeinde Europas. Seit den koordinierten Terrorattacken auf des Satiremagazin Charly Hebdo und den Pariser Supermarkt im Januar gelten in Frankreich die verschärften Sicherheitsmaßnahmen und Ausnahmeregelungen im Rahmen des Antiterrorplans “Vigipirate”.