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China übt sich als Rüstungs-Großmacht


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China übt sich als Rüstungs-Großmacht

China hat Deutschland als drittgrößten Waffenexporteur der Welt abgelöst. Der chinesische Anteil am Weltmarkt, knapp fünf Prozent, ist noch klein – die USA und Russland liefern mehr als die Hälfte des kriegerischen Materials – die Zahlen sind vom Internationalen Friedensforschungsinstitut in Stockholm (SIPRI).

Demnach stiegen die Ausfuhren aus China von 2010 bis 2014 um 143 Prozent. Deutschland und Frankreich belegen nun die Exportränge hinter den USA; Russland und China. China, bisher ein Hauptimporteur von Waffen, vor allem aus Russland und der Ukraine, rutschte bei den Waffenkäufern auf Rang drei zurück, hinter Indien und Saudi-Arabien. 2010 bis 2014 fielen Pekings um 42 Prozent, verglichen mit vorher.

China produziere nun selbst Kampfjets der vierten Generation, so SIPRI, Marinefregatten und eine große Bandbreite an relativ günstigen, kleinen und zuverlässigen Waffen, die in Konflikten in aller Welt zum Einsatz kämen. Experten nennen auch Drohnen und Tarnkappenbomber.

Laut der Studie liefert Peking mittlerweile Waffen in 35 Länder, darunter Pakistan, Bangladesch und Myanmar. Sein Wettbewerbsvorteil laut China-Experten Philip Saunders: Niedrige Preise, einfache Finanzierung und Freundlichkeit gegenüber autoritären Regierungen.

Im laufenden Jahr will die Volksrepublik die Militärausgaben um 10,1 Prozent erhöhen.

su mit Reuters

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