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Lasst uns die Welt verändern!

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Lasst uns die Welt verändern!

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Lea Kosmač arbeitet im Wissenschaftszentrum in Nova Gorica. Sie erzählt: “Wir bieten interaktive Experimente, Roboterklassen und Workshops an. Ich

Lea Kosmač arbeitet im Wissenschaftszentrum in Nova Gorica. Sie erzählt: “Wir bieten interaktive Experimente, Roboterklassen und Workshops an. Ich bin immer auf der Suche nach neuem Wissen und neuen Wegen, um die Welt oder vielleicht auch nur die Gemeinschaft zu verbessern. Das hier ist ein guter Anfang.”

Meinung

Wir müssen die jungen Menschen wachrütteln.

Um sich noch mehr in der Gesellschaft zu engagieren, nimmt Lea an einem Treffen von jungen Menschen aus Slowenien, Finnland, Nepal und Bangladesch teil. Gemeinsam diskutieren sie über politischen Aktivismus und Menschenrechte.

Wir sind in Ajdovščina in Slowenien. Junge Politiker, Journalisten, Erzieher und Menschenrechtler haben sich versammelt. Organisiert wurde das Ganze von Demo Finnland, eine pro-Demokratie Plattform, die 2007 anfing mit nepalesischen Organisationen zu arbeiten. Mittlerweile hat sie ihr Konzept erweitert und fördert den Ideenaustausch zwischen jungen Menschen.

Im Laufe des Jahres 2015 werden sie sich in den vier Ländern treffen, um herauszufinden, wie sich junge engagierte Menschen Gehör verschaffen und mit welchen Hürden sie konfrontiert sind. Lea hat dazu gelernt: “Ich wusste nichts von den arrangierten Ehen in Nepal. Es gibt sie noch immer. Und ich dachte, dass Frauen in Bangladesch keine Rechte haben, aber ich habe erfahren, dass dort viele Frauen im Parlament sitzen.”

Sanjida Islam, eine Menschenrechtsaktivistin in Bangladesch, ist trotz der Probleme zuversichtlich: “Es gibt sehr viel Korruption und viel Gewalt gegen Frauen. Die Menschen müssen ihre Rechte kennen. Man muss die Jugend weiterbilden, damit das Land sich eines Tages fortbildet. Ich glaube daran.”

Das Projekt wird von dem europäischen Programm Erasmus + unterstützt. Die Organisatoren hoffen, dass die Teilnehmer inspiriert und mit neuem Elan in ihre Heimatländer zurückkehren. Rashid Romeo Muktadir versucht manche Ideen in seinem Land umzusetzen: “Es ist ein wichtiger Austausch und ich glaube wirklich, dass wir die Welt verändern können. Man pflanzt einen Setzling und zehn, zwanzig oder vierzig Jahre später wirst du einen Baum sehen.”

Anna Juhola arbeitet für Demo Finnland. Sie erzählt: “Wir haben ganz verschiedene Teilnehmer. Sie können viel voneinander lernen. Ich habe bemerkt, dass diese Art des Lernens sehr viel bringt. Hier sind sie unter Gleichgesinnten und sie lernen während sie miteinander arbeiten.” Der Austausch von Wissen und Lebenserfahrung ist sehr bereichernd. Aber die Teilnehmer fragen sich auch, wie sie junge Menschen dazu motivieren können, sich zu engagieren. “Leider sind die jungen Menschen oft sehr apathisch. Man muss sie wachrütteln. Wie können wir zu ihnen vordringen? Alle Teilnehmer haben unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Ideen. Das ist etwas, was wir hier lernen,” so Boštjan Kosaber.

Die Geschichten der Generation Y finden sie auch in den sozialen Netzwerken.