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Weichwährung Euro erfreut US-Touristen

Während der schwache Euro, das Reisen für Europäer erheblich teuer macht, profitieren Amerikaner auf ihren Europareisen vom Verfall der Einheitswährung.

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Weichwährung Euro erfreut US-Touristen

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Seit Mai vergangenen Jahres hat der Euro 25 % an Wert verloren. Während der schwache Euro das Reisen für Europäer erheblich teuer macht, profitieren Amerikaner auf ihren Europareisen vom Verfall der Einheitswährung. Der Euro ist von der Parität, ein Dollar gleich ein Euro, nicht mehr weit entfernt.

Im asiatischen Handel fiel der Euro in der Nacht zum Montag mit 1,0457 $ auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Amerikanische Touristen in Paris sind begeistert von der neuen Währungswelt.

“Als ich die Reise geplant habe, kostete ein Euro 1,34 $. Jetzt sind es 1,03 $. Das ist großartig. Ich habe mein Geld schon in den USA getauscht, ja, das macht viel aus”, findet Susie Flynn aus Florida.

“Wir machen in Paris Urlaub mit meiner Tochter, die in London studiert. Es war viel einfacher nach Europa zu reisen, weil man jetzt viel mehr Euros für einen Dollar bekommt. Ich steige in einem schöneren Hotel ab und besichtige mehr Sehenswürdigkeiten. Mit dem Britischen Pfund geht das nicht so gut”, meint Jane Silverman aus Massachusetts.

Das Ende des Euro-Verfalls ist noch lange nicht in Sicht. Wenn die US-Notenbank wie erwartet bald die Zinsen anhebt, während die EZB mit dem Gelddrucken gerade erst angefangen hat, dann dürfte es mit dem Euro weiter nach unten gehen. Die Investmentbank Goldman Sachs erwartet in zwei Jahren einen Eurokurs von 80 Cents.