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Athen will Privatisierungen neu ausrichten

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Athen will Privatisierungen neu ausrichten

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In Griechenland soll ein neues Management der Treuhandanstalt (HRADF) die weiteren Privatisierungen organisieren. Sie sollen eine Schlüsselrolle bei den Plänen der linksgerichteten Regierung spielen, die Verkaufswellen zu begrenzen.

Die Führung übernehmen Asterios Pitsiorlas, ein Geschäftsmann aus der Tourismusbranche und der ehemalige Immobilienexperte des viertgrößten Kreditinstituts Alpha Bank, Antonis Leoussis. Die Agentur soll in den kommenden Wochen mit dem staatlichen Immobilienunternehmen ETAD fusioniert werden.

Die Regierung Tsipras steht dem Verkauf einiger wichtiger Objekte kritisch gegenüber, hat aber versprochen, abgeschlossene Privatisierungen nicht abzubrechen. Die Einnahmen sollen künftig Sozialpolitik finanzieren, nicht den Schuldendienst. “Es wird einen neuen Staatsfonds geben … die Einnahmen werden zur Finanzierung von Sozialpolitik herangezogen und um die sozialen Sicherungssysteme zu unterstützen”, sagte die stellvertretende Finanzministerin Nadia Valavani.

Die Privatisierungen waren im Rahmen des 240-Milliarden-Euro-Rettungsschirms mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds vereinbart worden und sollten die erschöpften Staatskassen füllen
.
Die Erlöse waren bisher eher enttäuschend: Von erwarteten 22 Milliarden Euro wurden erst rund 3 Milliarden Euro realisiert.

su mit Reuters