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Autofrühling in Europa


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Autofrühling in Europa

Im Februar wurden in der Europäischen Union 924.440 Fahrzeuge neu zugelassen, gut sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist – so der Herstellerverband ACEA. Damit stiegen die Neuzulassungen den 18. Monat in Folge, vor allem in den Schuldenkrise-Schwerpunkten Spanien, Portugal und Irland (plus je gut ein Fünftel). “Der europäische Automarkt kommt nach einer langen Durststrecke endlich wieder in Schwung”, sagte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY. “Die Konsumstimmung hat sich in den vergangenen Monaten im Südwesten Europas aufgehellt, die Menschen sehen wieder Licht am Ende des Tunnels.”

Allerdings: “Für die osteuropäischen Länder ist die Ukraine-Krise sehr nah und drückt auf die Konsumstimmung,” so Fuß. In Russland brach die Pkw-Nachfrage seit Jahresbeginn um ein Drittel ein.

Überdurchschnittlich profitierten die deutschen Hersteller. Europas Branchenprimus Volkswagen steigerte den Absatz in den beiden ersten Monaten um 8,8 Prozent, BMW um 12,6 Prozent und Daimler sogar um 14,2 Prozent.

In vielen Ländern liegt der Pkw-Absatz jedoch immer noch weit unter dem Niveau von vor Ausbruch der Finanzkrise: Im bisherigen Jahresverlauf seien EU-weit 20 Prozent (470.000) weniger Wagen verkauft worden als im Vergleichszeitraum 2007, rechnete Fuß vor. Nur in Großbritannien und Deutschland erreiche die Nachfrage inzwischen wieder das Niveau der Vorkrisenjahre.

su mit Reuters

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