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Myanmar: Barbetreiber wegen Buddhismusbeleidigung verurteilt

In Myanmar müssen ein neuseeländischer und zwei einheimische Barbeitreiber wegen Buddhismusbeleidigung für zwei Jahre ins Gefängnis. Die Richter in

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Myanmar: Barbetreiber wegen Buddhismusbeleidigung verurteilt

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In Myanmar müssen ein neuseeländischer und zwei einheimische Barbeitreiber wegen Buddhismusbeleidigung für zwei Jahre ins Gefängnis. Die Richter in Rangun gaben ihnen zusätzlich sechs Monate, weil die Kneipe noch nach 22 Uhr geöffnet hatte. Die Männer hatten mit einem Bild eines Buddhas mit Kopfhörern Werbung gemacht. Myanmar sei kein demokratisches Land, kritisierte der Anwalt des Neuseeländers schon vor der Urteilsverkündung. Deswegen erwarte er nicht unbedingt ein faires Urteil.

Meinung

Die Strafe ist weder zu streng noch zu lasch, sie haben genau das bekommen, was sie verdienen.

Die Barbetreiber hatten sich nach einem Entrüstungssturm im Internet für das Buddhabild entschuldigt. Es stand im Dezember kurz auf der Webseite. Die Verurteilten seien angemessen bestraft worden, so ein Mitglied einer patriotischen Mönchsvereinigung. “Die Strafe ist weder zu streng noch zu lasch, sie haben genau das bekommen, was sie verdienen. Als Buddhist möchte ich nicht, dass sie mehr leiden.”

Religiöser Nationalismus hat in den vergangenen Jahren in Myanmar zugenommen. Er richtet sich vor allem gegen Muslime, die vielen radikalen Mönchen ein Dorn im Auge sind. Das jahrzehntelang vom Militär regierte Land nordwestlich von Thailand ist mehrheitlich buddhistisch. Seit Generäle in Zivil 2011 den Wandel einleiteten, wachsen religiöse Spannungen und damit allgemeine Intoleranz.