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Palästinenser erhoffen sich nichts von israelischer Parlamentswahl

Palästinenser im Gazastreifen und in der Westbank setzen wenig Hoffnung in den Ausgang der Parlamentswahl in Israel. Ministerpräsident Benjamin

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Palästinenser erhoffen sich nichts von israelischer Parlamentswahl

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Palästinenser im Gazastreifen und in der Westbank setzen wenig Hoffnung in den Ausgang der Parlamentswahl in Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte gestern im Fall seiner Wiederwahl eine Zweistaatenlösung ausgeschlossen.

“In der Wahl konkurrieren nur zionistische Parteien. Sie alle wollen die Palästinensergebiete einnehmen, Palästinenser töten und die Heiligen Stätten, darunter Jerusalem, zerstören”, sagte ein Mann in Ramallah.

In der Vergangenheit hatten Palästinenser auf moderate Parteien und Bündnisse gehofft. Doch auch sie hätten keine Veränderung gebracht, wie der Sprecher der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas erklärt: “Jeder, der eine gute Absicht hat, würde verlieren. Alle Parteien, die in Israel an der Macht waren, haben Palästinensergebiete besetzt. Sie alle haben Kriegsverbrechen gegen Palästinenser und gegen die Menschlichkeit begangen.”

Das linksgerichtete Bündnis Zionistisches Lager hatte angekündigt, den Friedensprozess wiederbeleben zu wollen.

“Wir hoffen zwar, dass es eine Verbesserung hinsichtlich der Friedensgespräche gibt, aber ich erwarte mir weder von der israelischen Regierung noch vom israelischen Volk irgendetwas”, erklärt eine junge Frau in Gaza.

Die Palästinenser werfen Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg 2014 vor. Im April wollen sie am Internationalen Strafgerichtshof (ICC) Klage erheben.