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Sagt Yellen noch einmal "Geduld"?

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Sagt Yellen noch einmal "Geduld"?

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Sagt sie noch einmal das Wort Geduld?
Der unerwartete tiefe Fall des Euro ist der größte Unsicherheitsfaktor für das Team der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) rund um Janet Yellen, das diese Woche zur vielleicht schwierigsten Sitzung seit 2008 zusammenkommt.
Seit Dezember 2008 wird der US-Leitzins in der Nähe von Null gehalten.

Yellen hatte letzten Herbst begonnen, die Finanzmärkte auf eine Zinswende nach oben vorzubereiten. Sie führte dazu das Stichwort «Geduld» in ihr Vokabular ein. Solange dieses Stichwort in den Mitteilungen enthalten sei, so machte Yellen klar, stehe eine Zinsanpassung nicht unmittelbar bevor. Werde es gestrichen, so ist eine Zinserhöhung noch zwei Sitzungen entfernt.

Ihr Hauptkriterium für eine Erholung, der US-Arbeitsmarkt, erscheint relativ robust. Mit einer offizielle Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent hat die Notenbank ein Hauptziel erreicht – wenn auch mehrere Millionen Arbeitsfähige für immer aus dem Markt verdrängt wurden. Allerdings enttäuschten zuletzt wichtige Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze.

Gegen eine Zinswende sprechen der starke Dollar und das Fehlen jedes Teuerungsdrucks. Steigen die Zinsen in den Vereinigten Staaten wieder, dürfte der Dollar für Anleger attraktiver werden und den Euro weiter unter Druck setzen.

Die Fed-Sitzung beginnt an diesem Dienstag, die Beschlüsse werden am Mittwoch vorgelegt.

su mit dpa, Reuters