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Israel: Netanjahu verhandelt mit rechtem Lager

Benjamin Netanjahu ist der Sieger der Parlamentswahlen in Israel. Um zum vierten Mal Ministerpräsident werden zu können, muss er mehrere Partner

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Benjamin Netanjahu ist der Sieger der Parlamentswahlen in Israel. Um zum vierten Mal Ministerpräsident werden zu können, muss er mehrere Partner finden. Ein Bündnis braucht 61 von 120 Sitzen. Netanjahus Likud kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 30 Sitze, das berichtet die Zeitung Haaretz. Er habe die Parteien aus dem rechten Lager zu Koalitionsverhandlungen eingeladen, so der Konservative: “Die israelischen Bürger erwarten von uns, dass wir schnell handeln, um eine verantwortungsvolle Regierung zu bilden, die für sie arbeitet und das werden wir auch tun.”

Weiterhin möglich wäre für Netanjahu auch eine Koalition mit der Zionistischen Union. Präsident Reuven Rivlin hatte sich nach der Wahl für eine solche Regierung ausgesprochen. Genau wie Netanjahu lehnt auch sein unterlegener Herausforderer Izchak Herzog ein Bündnis ab. “Ich habe mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen und ihm gratuliert”, so Herzog. “Ich möchte dem israelischen Volk gerne sagen, dass die Herausforderungen gleich geblieben sind, die Probleme sind immer noch die alten, es hat sich nichts verändert. Zipi Livni und ich werden die Zionistische Union weiter mit ganzer Kraft anführen, als Alternative in jeder Hinsicht.”

Israelischen Medien zufolge verhandelt Netanjahu mit der religiös-nationalistischen Siedlerpartei, der neu gegründeten und als wirtschaftsliberal geltenden Kulanu und ultra-orthodoxen Parteien.