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Athen setzt sich mit Gesprächen beim EU-Gipfel in Brüssel durch

Griechenland steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung des EU-Gipfeltreffens in Brüssel, doch es ist Athen gelungen, Gespräche in kleinem

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Athen setzt sich mit Gesprächen beim EU-Gipfel in Brüssel durch

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Griechenland steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung des EU-Gipfeltreffens in Brüssel, doch es ist Athen gelungen, Gespräche in kleinem Kreis durchzusetzen. Die Finanzlage in Griechenland spitzt sich dramatisch zu und die Spannungen mit den Geldgebern wachsen. “Die Europäische Union braucht kühne politische Initiativen, die sowohl die Demokratie als auch die Abkommen respektieren”, so der griechische Regierungschef Alexis Tsipras bei seiner Ankunft in Brüssel. “Wir müssen die Krise überwinden und vorwärts, in Richtung Wachstum schreiten.” Tsipras will offenbar die Auflagen der Geldgeber mit einer politischen Lösung aufweichen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte solchen Hoffnungen eine klare Absage: Sie erwarte keinen raschen Durchbruch im griechischen Schuldendrama, sagte sie zu Fragen von Journalisten. An den Gesprächen in kleinem Kreis nehmen außer Tsipras und Merkel auch der französische Staatschef Francois Hollande sowie Vertreter der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank teil. Er sei verärgert über die Methode, meinte der belgische Regierungschef Charles Michel. “Belgien hat weder Frankreich noch Deutschland das Mandat dafür erteilt in seinem Namen zu verhandeln. Belgien hat sieben Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, die Angelegenheit betrifft die gesamte Eurozone.”
Griechenland sorgt zudem für Verärgerung, weil die Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit den Vertretern der Geldgeber, mit der früheren sogenannten Toika, zur Zeit auf Eis liegen.