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Harte Zeiten für Diamanten-Fans

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Harte Zeiten für Diamanten-Fans

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Der Diamant ist der härteste natürliche Stoff – für Nicht-Romantiker – gepresster Kohlenstoff. Die globale Nachfrage ist in den vergangenen fünf Jahren stetig gewachsen, zuletzt um 2,9 Prozent, auf 75,3 Milliarden Euro.

Dabei kauften Japaner gut 12 Prozent weniger für ihren Schmuck, Indien stagnierte, am Golf wurde etwas mehr von den wertvollen Klunkern gekauft (2,5 ) in China noch etwas mehr ( 5,2)

Der größte Absatzmarkt der Welt für Diamanten sind die Vereinigten Staaten. Dort wurde 2014 fast die Hälfte der Steine abgesetzt – ein Plus von 7,2 Prozent.

“Ein ziemlich gutes Ergebnis angesichts der fragilen Weltwirtschaft,” so Stephen Lussier, Marketing-Experte beim Diamantproduzenten und -händler DeBeers.

Auftrieb gäben vor allem die Hochzeitsbranche und Leute mit mehr als 140.000 Euro Einkommen pro Jahr.

Mit beidem sollte man sich nicht zu lange Zeit lassen: “In fünf Jahren werden Diamanten knapp,” mahnen die Managementberatung Bain & Company und und das Antwerp World Diamond Centre (AWDC). Dann könnte die Nachfrage größer werden als das Angebot.

Grund sei vor allem die steigende Nachfrage in den USA, wo Bain ein langfristiges Absatzwachstum von bis zu drei Prozent jährlich über die nächsten zehn Jahre prognostiziert. Zudem werde sich der Absatz in China dank wachsender Mittelschicht und Urbanisierung bis 2024 voraussichtlich verdoppeln.

Bis dahin dürfte nach der Prognose gleichzeitig das absehbare Fördervolumen von Rohdiamanten etwa wegen alternder Minen um bis zu zwei Prozent zurückgehen.

su mit dpa