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Tödliche Schüsse in Göteborg: Bandenkriminalität?

Nach dem tödlichen Überfall auf ein Restaurant in Göteborg gehen schwedische Sicherheitskreise nocht von einem Terroranschlag aus. Vielmehr wird eine

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Tödliche Schüsse in Göteborg: Bandenkriminalität?

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Nach dem tödlichen Überfall auf ein Restaurant in Göteborg gehen schwedische Sicherheitskreise nocht von einem Terroranschlag aus. Vielmehr wird eine Auseinandersetzung im Bandenmillieu der zweitgrößten schwedischen Stadt vermutet.

Ein Sprecher der Polizei Göteborg sagte, man habe
seit längerem rivalisierende Gangs unter Beobachtung.

Am späten Mittwochabend waren mindestens zwei Männer mit automatischen Waffen in das Restaurant gestürzt und hatten um sich geschossen.

Ihre beiden Opfer waren ersten Erkenntnissen zufolge 20 und 25 Jahre alt. Letzterer war laut einem schwedischen Zeitungsbericht erst kürzlich in eine Schießerei verwickelt und galt als polizeibekannt.

Von den 15 Verletzen kamen acht ins Krankenhaus.

Die Menschen in Göteborg sind verunsichert:

“Es ist schrecklich, wenn so etwas passiert. Man fühlt sich unsicher und bedroht. Die Opfer tun mir leid – sie sind so jung. Eigentlich kann man von Jugendlichen sprechen. Dies hier ist keine sichere Gegend.”

Ein Blumenhändler sagte:

“Es ist traurig, zu diesem Anlass Blumen zu verkaufen”

Die unbekannten Täter entkamen nach den tödlichen Schüssen in einem Fahrzeug.

Nach Informationen einer Göteborger Zeitung gab es in der Stadt im vergangenen Jahr 52 Schießereien, bei denen vier Menschen starben und 21 verletzt wurden.

Erst am 31. Januar war vor demselben Restaurant
einem Mann in die Beine geschossen worden.

Vor zwei Wochen wurden in Uddevalla, 90 Kilometer nördlich von Göteborg, die Leichen von drei
jungen Menschen auf einem Parkplatz gefunden.