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Sonne-Mond-Konstellation: Frankreich bestaunt extrem starke Gezeiten

Die partielle Sonnenfinsternis ist nicht das einzige Naturschauspiel in diesen Tagen: An der französischen Nordwestküste bestaunen Anwohner und

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Sonne-Mond-Konstellation: Frankreich bestaunt extrem starke Gezeiten

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Die partielle Sonnenfinsternis ist nicht das einzige Naturschauspiel in diesen Tagen: An der französischen Nordwestküste bestaunen Anwohner und Touristen dank der seltenen Konstellation von Sonne und Mond besonders starke Gezeiten. Medien in Frankreich sprechen gar von einer Jahrhunderflut.

Ebbe und Flut sind zwischen Bretagne und Normandie wegen des trichterförmigen Küstenverlaufs ohnehin sehr stark. Derzeit beträgt der Tidenhub aber bis um die 15 Meter.

Der berühmte Klosterberg Mont-Saint-Michel war Samstagvormittag ganz vom Land abgeschnitten. “Mont-Saint-Michel ganz vom Wasser eingeschlossen – das haben wir schon lange nicht mehr gesehen”, so ein Besucher. “Ich bin hier in der Region geboren und ich habe es seit den Umbauarbeiten nicht erlebt. Das ist jetzt die Gelegenheit, zu kommen und sie zu bewundern, die Jahrhunderflut.”

Ganz so selten sind die extremen Gezeiten nicht – die nächsten werden 2033 erwartet. Dennoch ist das Schauspiel auch für Küstenbewohner eine faszinierende Ausnahme, wie hier etwas weiter südlich in Saint-Malo. Denn so hoch die Flut, so tief auch die Ebbe.

“Manche Küstenbereiche werden nur alle 15 bis 18 Jahre überhaupt sichtbar. Die Ebbe ist deshalb fast spektakulärer. Man kann kilometerweit spazieren gehen und geheime Strände entdecken, die es nur jetzt gibt”, so die Direktorin des Touristenbüros von Saint-Malo.

Und nach St. Malo waren schon am frühen Samstagmorgen unzählige Schaulustige gekommen.