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Draghi: Ein bisschen streng, ein bisschen optimistisch mit den Griechen

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Draghi: Ein bisschen streng, ein bisschen optimistisch mit den Griechen

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Die europäische Zentralbank (EZB) findet, sie ist gut in ihr über eine Billion Euro schweres Anleihenkaufprogramm gestartet. Man sei auf Kurs, wie geplant im März Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro zu erwerben, die Monatsration bis September 2016.

Dieser Liquiditätsschub – “QE” (Quantitative Easing) – soll die Kreditvergabe der Banken anheizen und die Konjunktur beflügeln.

EZB-Präsident Mario Draghi vor dem vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel:

“Das Tempo der Käufe bisher setzt das Gesamtprogramm auf das richtige Gleis, um im März insgesamt 60 Milliarden Euro zu erreichen. Im Moment sieht es nicht danach aus, als gäbe es für uns nicht genug Anleihen zu kaufen”.

Und auf die Frage von Marisa Matias, einer Abgeordneten des portugiesischen Linksblocks, ob die EZB Griechenland erpresse:

Mario Draghi:

“Ob wir Griechenland erpressen? Nun, das ist ein bisschen üppig gesprochen, wenn Sie daran denken, welche Summe wir in Griechenland stehen haben. Die EZB hat 104 Milliarden Euro Außenstände in Griechenland. Das entspricht 65% des griechischen Bruttoinlandsprodukts. Das ist die höchste Risikoposition in der Eurozone. Welche Art von Erpressung ist das? Sagen Sie selbst! “

Griechenland müsse zu sämtlichen Schulden stehen. Draghi äußerte sich zuversichtlich, dass die Gespräche zwischen Geldgebern und Regierung in Athen wieder in Gang kommen.

Griechische Staatsanleihen wird die EZB übrigens nicht kaufen – sie haben kein ausreichend gutes Rating.

su mit dpa