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Germanwings-Absturz: Flugschreiber gefunden - LIVE Blog

Ein Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings ist in Südfrankreich abgestürzt. Die Maschine befand sich auf dem Flug von Barcelona nach

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Ein Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings ist in Südfrankreich abgestürzt. Die Maschine befand sich auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf. An Bord befanden sich 150 Personen, darunter zwei Säuglinge und sechs Besatzungsmitglieder. Unter den Opfern sollen ersten Angaben der Airline zufolge 67 Deutsche sein. Die Angaben zu den Nationalitäten stützen sich auf Namen der Passagierliste – bei Flügen innerhalb des Schengenraums gibt es keine Passkontrollen.

Flugzeug zerschellte an Bergmassiv

Nach Angaben der französischen Regierung und der vor Ort eintreffenden Rettungskräfte gibt es vermutlich keine Überlebenden. Bilder zeigen die Trümmerteile der komplett zerstörten Maschine in einer kargen Felslandschaft. Das Gebiet, in dem Trümmer liegen, soll bis zu zwei Quadratkilometer groß sein.

Flug 4U 9525 hob um 10.01 MEZ in Barcelona ab und sollte um 11.55 MEZ in Düsseldorf landen. Um 10.45 MEZ erreichte 4U9525 seine Reiseflughöhe von 38.000 Fuß (12.000 Meter), um sie nur eine Minute später wieder zu verlassen und in einen Sinkflug einzutreten. Um 10.53 MEZ bricht auf 6.000 Fuß der Kontakt zum französischen Radar ab.

Kein Notruf abgesetzt

Die Besatzung der abgestürzten Maschine setzte nach Behördenangaben keinen Notruf ab auch der Sinkflug war nicht mit der Flugsicherung abgesprochen worden. Deswegen habe die französische Behörde den Notfall für das Flugzeug auszurufen. Die Wetterverhältnisse waren nach Angaben französischer Meteorologen zum Zeitpunkt des Absturzes gut. Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefährlichen Wolken gegeben. Bei dem Piloten der Maschine soll es sich um einen erfahrenen Flugkapitän handeln, der seit über zehn Jahren bei der Lufthansa und Germanwings beschäftigt war.

Lange und schwierige Bergungsaktion

Die Absturzstelle in den südfranzösischen Alpen nahe der Ortschaft Prads-Haute-Bléone ist für die Bergungsmannschaften nur sehr schwer zu erreichen. Dutzende Hubschrauber und Militärflugzeuge sind im Einsatz. Dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve zufolge konnte einer der Flugschreiber gefunden werden. Mit der Auswertung werde sofort begonnen, sie soll Aufschluss über die Unfallursache geben.

Sowohl die deutsche als auch die französische Regierung richtete einen Krisenstab ein. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve, der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier haben sich an die Unfallstelle begeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft,reisen am Mittwoch nach Südfrankreich und treffen dort den französischen Präsidenten François Hollande und den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.

Erfahrener Pilot

Der Airbus A320 ist das erfolgreichste Airbus-Modell. Von dem Mittelstrecken-Jet sind weltweit fast 3700 Maschinen im Einsatz. Die jetzt abgestürzte Airbus-Maschine war 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden und wurde seit dem vergangenen Jahr von Germanwings genutzt. Der Airbus A320 mit der Registriernummer D-AIPX hatte mit 24 Jahren ein in der Luftfahrt durchaus übliches Flugzeugalter.

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