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Jemen: Huthi-Rebellen erobern Flughafen in Aden

Im Jemen hält der Kampf um die Hafenstadt Aden an. Die von Norden aus kommenden Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten rücken offenbar weiter ins

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Jemen: Huthi-Rebellen erobern Flughafen in Aden

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Im Jemen hält der Kampf um die Hafenstadt Aden an. Die von Norden aus kommenden Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten rücken offenbar weiter ins Stadtzentrum vor. Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eroberten sie den internationalen Flughafen der zweitgrößten Stadt des Landes.

Regierungstreue Kämpfer versuchen, den Vormarsch der schiitischen Miliz aufzuhalten. In der Nacht zum Mittwoch eroberten die Rebellen eine vom US-Militär genutzte Luftwaffenbasis im Norden Adens. Washington hatte seine Soldaten bereits vor Tagen zurückgezogen.

In der Stadt feuerten Kampfjets laut lokalen Medien Raketen auf die Residenz des Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi ab. Dieser hat sein Anwesen verlassen, wie das US-Außenministerium bestätigte. Details wurden nicht bekannt. Vertraute des Präsidenten bestritten Berichte, denen zufolge er das Land verlassen habe.

Hadi war vor den Rebellen bereits aus Sanaa nach Aden geflohen. Auf ihrem Vormarsch nach Süden eroberten sie auch die Stadt Tais. Proteste dort wurden blutig niedergeschlagen. Dschihadistische Gruppen gewinnen in der Krise an Einfluss. Beobachter fürchten einen Bürgerkrieg nach irakischem Muster.