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Gewalt- und Terrorrisiko: Nigeria geht zu den Wahlurnen


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Gewalt- und Terrorrisiko: Nigeria geht zu den Wahlurnen

Nigeria wählt heute einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Beobachtern zufolge könnte es die bisher engste Wahl in der noch jungen aber größten Demokratie Afrikas werden.

Die Menschen sind deshalb in Sorge. Sie fürchten eine Wiederholung der Gewaltausbrüche nach den letzten Wahlen im Jahr 2011, bei denen rund 800 Menschen ums Leben kamen. Vor Geschäften, Banken und Tankstellen bildeten sich teils lange Schlangen.

Präsident Goodluck Jonathan tritt erneut gegen Muhammadu Buhari an, einen 72-jährigen früheren Militärdiktator. Der Vorsitzende des Menschenrechtskomitees kritisierte ihren Wahlkampf als aufrührerisch. Am Donnerstag unterschrieben beide Kandidaten einen Aufruf zu gewaltfreien Wahlen.

Auch Boko Haram ist eine Gefahr, die Wahl war deswegen schon verschoben worden. Zwar will die Armee das Hauptquartier zerstört und die Miliz zerstreut haben, das Terrorrisiko ist damit aber nicht geringer geworden.

Auch der Imam der Nationalmoschee in Abuja appellierte daher an die Menschen auf, die Wahl friedlich abzuhalten.

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