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Demonstration in Mexiko-Stadt

In Mexiko-Stadt ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Ein halbes Jahr nach der Entführung und

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Demonstration in Mexiko-Stadt

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In Mexiko-Stadt ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Ein halbes Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an Dutzenden Studenten in Mexiko haben Tausende
Demonstranten Aufklärung über das Schicksal der jungen Leute verlangt. “Lebend habt ihr sie uns genommen, lebend wollen wir sie zurück”, skandierten sie in Mexiko-Stadt.

Zudem forderten sie die Suspendierung der Regionalwahlen im Juni im Bundesstaat Guerrero, wo sich das Verbrechen ereignet hatte. “Wenn es keine Lösung gibt, finden keine Wahlen statt”, sprühten Vermummte an das Wahlamt in der Provinzhauptstadt Chilpancingo.

Am 26. September hatten Polizisten in der Stadt Iguala 43 Studenten der linksgerichteten Hochschule Ayotzinapa verschleppt und sie der kriminellen Organisation “Guerreros Unidos” übergeben. Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Die Familien der Opfer hegen Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen und fordern weitere Untersuchungen.

Derzeit untersucht ein internationales Expertenteam im Auftrag der Interamerikanischen Menschenrechtskommission den Fall. Ein Bündnis mehrerer Menschenrechtsorganisationen rief die mexikanische Regierung am Donnerstag auf, die Arbeit der Gruppe zu unterstützen.