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Germanwings-Tragödie: Ermittler und Medien suchen weiter nach Erklärungen

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Germanwings-Tragödie: Ermittler und Medien suchen weiter nach Erklärungen

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Die Spekulationen um den Gesundheitszustand des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz halten an. Die französischen Ermittler halten einen mutwillig herbeigeführten Absturz für die plausibelste Erklärung, schließen technische Defekte aber explizit nicht aus.

Mehrere Medien hatten zuletzt angebliche akute Depressionen, ein angebliches Augenleiden und auch möglichen Liebeskummer als Erklärungen für die Tragödie herangezogen. Die Ermittler bestätigten aber lediglich den Fund mehrerer Krankschreibungen, darunter eine für den Tag des Absturzes, wovon einige zerrissen gewesen seinen.

Die Verunsicherung ist groß. Das erfuhr auch Pilot Frank Woiton, der sich auf einem Germanwings-Flug nach Hamburg nach der Katastrophe persönlich seinen Passagieren vorstellte. Es sei wichtig, jetzt wieder Vertrauen herzustellen, so Woiton. Wie Lubitz stammt er aus Montabaur.

“Ich bin mit dem Kollegen einmal geflogen, vor drei vier Wochen”, sagte Woiton. “Er machte auf mich einen ganz normalen Eindruck. Er hatte auch Zukunftspläne, er erzählte, dass er sich freut, im Lufthansa-Konzern endlich fliegen zu können, dass er gerne auf die Langstrecke gehen möchte, dass er gerne A380- oder Jumbo-Kapitän werden möchte.”

Auch andere Piloten sehen das Vertrauen in ihren Berufstand beschädigt. Der Präsident des irischen Pilotenverbandes kritisierte die Ermittler indirekt als voreilig. Es sei ungewöhnlich, Schlüsse zu ziehen, solange Berichte technischer Experten oder eine Auswertung des immer noch gesuchten Datenschreibers ausstünden.