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Sarkozy feiert Erfolg bei Regionalwahlen

In Frankreich müssen die Sozialisten bei den Regionalwahlen eine Niederlage eingestehen. Stärkste Kraft wurde die konservative UMP. Sie regiert ab jetzt rund zwei Drittel der gut einhundert Départemen

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Sarkozy feiert Erfolg bei Regionalwahlen

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In der zweiten Runde der französischen Départementswahlen ist die konservative UMP des Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy erneut stärkste Partei geworden.

Sie regiert ab jetzt rund zwei Drittel der gut einhundert Départements.

Der UMP-Vorsitzende Nicolas Sarkozy spricht von einem großen Erfolg: Man habe bewiesen, dass man sich auch in den Hochburgen der Linken durchsetzen könne.

Die Sozialisten des ohnehin schon schwer gebeutelten Staatspräsidenten François Hollande regieren nun nur noch das restliche Drittel der Départements.

Zuvor hatten sie schon bei anderen Wahlen stark eingebüßt, wie zum Senat oder zum Europaparlament.

Die jetzige Wahlbeteiligung lag bei fünfzig Prozent.

An einem größeren Erfolg ging die euro- und fremdenfeindliche Front National knapp vorbei.

Sie gewann zwar zahlreiche Einzelsitze, aber wird nun doch kein Département führen.

Trotzdem erhofft sich die Partei den krönenden Erfolg für 2017, bei der nächsten Präsidentenwahl.

Diesen Erfolg erhofft sich aber genauso der wiederauferstandene Sarkozy, bis 2012 schon einmal im Amt; und auch Hollande könnte noch einmal antreten.

In Corrèze, dem Wahlkreis des aktuellen sozialistischen Staatspräsidenten Hollande, freut sich die Frau des konservativen Ex-Präsidenten Jacques Chirac, Bernadette Chirac über den Erfolg der UMP. Zu einem Reporter, der bemerkte, dass sie selbst ja keinen Sitz erhalten habe, sagte die resolute Dame: “Haben Sie denn einen Sitz?”