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Wahlen in Nigeria trotz Terrorrisiko: Beobachter erwarten knappes Ergebnis

Nach den Wahlen im westafrikanischen Nigeria werden die ersten Auszählungsergebnisse mit Spannung erwartet. Gewählt werden ein neues Parlament und

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Wahlen in Nigeria trotz Terrorrisiko: Beobachter erwarten knappes Ergebnis

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Nach den Wahlen im westafrikanischen Nigeria werden die ersten Auszählungsergebnisse mit Spannung erwartet. Gewählt werden ein neues Parlament und der Präsident. Beobachter erwarten einen knappen Ausgang der Präsidentschaftswahl.

Fast 57 Millionen Wahlberechtigte waren aufgefordert, trotz des Terrorrisikos ihre Stimmen abzugeben. Bei Anschlägen, die meist der Boko-Haram-Miliz zugerechnet werden, starben über vierzig Menschen. Die ebenfalls befürchteten Krawalle blieben bislang offenbar weitgehend aus.

Um Wahlfälschung vorzubeugen setzt die Wahlkommission biometrische Scanner und Wählerkarten ein. Wegen technischer Probleme musste die Abstimmung in einigen Bezirken aber auf den Sonntag verlegt werden. Mit einem Endergebnis wird deshalb nicht vor Montag gerechnet.

Auch beim amtierenden Präsidenten, dem 57-jährigen Christen Goodluck Jonathan, streikte die Technik zunächst. Beobachter erwarten eine Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari. Sollte der 72-jährige ehemalige Militärdiktator gewinnen, wäre das der erste demokratische Machtwechsel seit der Rückkehr Nigerias zur Demokratie im Jahr 1999.

Rund 360.000 Polizisten sicherten die Wahlen ab. Zu Zwischenfällen kam es vor allem im Nordosten. Die Armee meldete am Freitag zwar, die dort starke Boko-Haram-Miliz zerstreut haben. Dennoch kam es zu mehreren Attentaten und Anschlägen. Einige Bomben konnte die Polizei noch vor Öffnung der Wahllokale unschädlich machen.