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Krump erobert Amsterdam

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Vor einem Jahr hat euronews-Journalist Nuno Prudêncio die urbane Tanzgruppe BBF getroffen. Damals machte sie ihre ersten Schritte im Rahmen eines

Vor einem Jahr hat euronews-Journalist Nuno Prudêncio die urbane Tanzgruppe BBF getroffen. Damals machte sie ihre ersten Schritte im Rahmen eines ganz besonderen Projekts.

Meinung

Krump ist nicht aggressiv oder nur Freestyle

Einer von ihnen, Alexandre Nguyen, könnte sich ein Leben ohne Tanz nicht vorstellen: “Am Anfang habe ich alleine getanzt. Ich übte alleine in meinem Zimmer, ohne die Grundlagen vom Hip Hop oder Krump zu kennen. Egal ob ich glücklich oder traurig bin, ich kann immer tanzen. Ich bin eher schüchtern, Ich rede nicht sehr viel… aber, wenn ich tanze, improvisiere ich, alles was ich ausdrücke ist wahrhaftig, es ist mein wirkliches ich.”

Als wir BBF entdeckten, impovisierten sie im Bahnhof in Lüttich, in Belgien. Viele der Passanten sahen so zum ersten Mal den Freestyle-Tanz Krumping. Die Gruppe machte bald von sich reden und so kam es, dass sie an dem Projekt 7STEPS teilnahm. Dort hatte sie die Chance mit dem französischen Choreografen Grichka. Fünf weitere Gruppen von jungen Tänzern haben auch die Möglichkeit bekommen, mit Experten zusammenzuarbeiten und in mehreren europäischen Städten aufzutreten.

Und hier sind sie ein Jahr später: BBF in Amsterdam. Ntela Hendrick zufolge haben sie eine Mission: “Wir müssen dem Publikum eine Botschaft überbringen. All jenen, die denken, dass Krump aggressiv ist oder nur Freestyle. Vielleicht werden uns hier Menschen sehen und uns fragen, ob wir noch an anderen Orten mit unserer Show auftreten können. Das wäre echt cool.”

Emba Glody Gatshvo ist stolz auf die Fortschritte, die sie seit dem Training mit dem Choreografen gemacht haben: “Vorher gab es nicht wirklich eine Chroeografie, es war vor allem Freestyle. Aber seit wir die Shows machen, mit einer Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hat, fangen die Menschen an, Krump auch als einen Tanz zu sehen.”

Die Choreografin Marion Motin erklärt, was die jungen Tänzer im Rahmen des Projekts 7STEPS lernen können: “Durch diese Projekte lernen die jungen Menschen Choreografen kennen. Unterschiedliche Herkunft, unterschiedliche Tanzkultur, aber es gibt einen Austausch und so machen sie eine Aufführung mit jemandem, den sie nicht wirklich kennen. Es ist ein erster Kontakt mit dem Berufsleben.”

An diesem Abend waren neben BBF noch vier weitere Gruppen auf der Bühne. Sie alle sind Teil eines urbanen Tanzprojektes, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, im Rahmen des Programms Creative Europe.

Laut Julie Daliers, der Koordinatorin von 7STEPS ist es eine Art Vertrag: “Wir trainieren die Tänzer und ermöglichen ihnen, in mehrere Länder zu reisen. Sie müssen professionel auftreten. Sie müssen z.B. auf die Beleuchtung achten, proben und sich auf ihre Vorführung vorbereiten.”

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