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Eurozone: Deflationsgefahr verflüchtigt sich

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Eurozone: Deflationsgefahr verflüchtigt sich

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In der Eurozone sind die Verbraucherpreise im März weiter gefallen – der Rückgang war aber der geringste in diesem Jahr.

Die Gefahr einer konjunkturschädlichen Deflation hat nach den Daten der Statistiker von Eurostat deutlich nachgelassen.

Die Preise fielen im März nur noch minimal um 0,1 Prozent. Im Februar war der Rückgang dreimal und im Januar sogar noch sechsmal so groß gewesen. Dabei spielt besonders der gebremste Ölpreisverfall eine Rolle. Die Konjunkturbelebung in vielen Krisenländern hat außerdem die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf den niedrigsten Wert seit knapp drei Jahren gedrückt. Das hilft der Kaufkraft.

Die Kerninflation, die volatile Preise für Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel ausschließt, lag im Vorjahresvergleich bei 0,6 Prozent, gegenüber 0,7 Prozent im Januar und Februar.

In Deutschland stieg die jährliche
Inflationsrate m März auf 0,3 Prozent, so das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung.

“Der Preisverfall wird bald abflachen und in der zweiten Jahreshälfte deutlich ins Positive drehen”, sagte Nick Kounis, Leiter Makro- und Finanzmarkt-Research bei ABN AMRO, Amsterdam.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt knapp unter 2,0 Prozent Jahresrate an und versucht dies seit kurzem auch mit Hilfe einer Geldflut zu erreichen.

su mit Reuters