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Klare Sicht mit dem smarten Motorradhelm

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Klare Sicht mit dem smarten Motorradhelm

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Motorradfahrer wissen es nur zu gut, bei Fahrten durch städtisches Gebiet ist die ganze Aufmerksamkeit gefragt. Klassische Navigationsgeräte, die den

Motorradfahrer wissen es nur zu gut, bei Fahrten durch städtisches Gebiet ist die ganze Aufmerksamkeit gefragt. Klassische Navigationsgeräte, die den Blick des Fahrers, wenn auch nur einen kurzen Moment lang, ablenken, bergen ein potenzielles Risiko.

Dem soll der Motorradhelm mit integriertem Display Abhilfe schaffen. Mehrere Modelle sind in der Entwicklung. Aus Russland kommt dieser Prototyp mit GPS, der über Sprachbefehle gesteuert wird. Wichtige Daten wie Wetter- und Karteninformationen werden direkt auf das Visier projiziert. In einer minimalinvasiven Darstellungsform, um das Blickfeld des Fahrers so wenig wie möglich einzuschränken.

Andrei Artishchev, LiveMap: “Es geht um die Sicherheit. Ausgangsidee ist, einen Helm zu schaffen, der es dem Fahrer ermöglicht zu fahren, ohne anhalten und eine neue Adresse eingeben zu müssen. Das geht ganz einfach per Sprachbefehl. Indem man zum Beispiel ‘Madison Avenue’ sagt, der Bordcomputer berechnet sofort die Route.”

Den russischen Entwicklern zufolge ist ihr Modell leichter und angeblich auch billiger als andere Produkte, die derzeit getestet werden. Dabei denken sie vor allem an den kalifornischen Konkurrenten Skully, ein Motorradhelm mit integriertem Display und digitalem Rückspiegel. Das Kamerasystem liefert dem Fahrer quasi den kompletten Rundumblick.

Anatoly Sukhov, Chefredakteur von Moto Magazine: “Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen diesem Modell und dem Skully. Der amerikanische Helm ist um Einiges schwerer, er wiegt knapp zwei Kilogramm, der russische hingen nur 1,4. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Alles, was über anderthalb Kilo wiegt, ist kein Helm.”

Ganz gleich, welches Modell das Rennen macht. Wichtig ist, dass der Motorradhelm der nächsten Generation die Sicherheit der Fahrer erhöht.

Mehr Sicherheit für Pferd und Reiter

Britische Forscher am Royal Veterinary College sind auf der Suche nach dem optimalen Reitstil, um die Gesundheit von Pferd und Reiter zu schonen. Dafür werden Jockeys in der Ausbildung an der renommierten British Racing School mit Sonden ausgestattet und beim Reiten genau vermessen.

Anna Walker, Royal Veterinary College: “Wir haben vierzehn inertiale Messeinheiten auf dem Jockey und dem Pferd. Diese messen die Bewegungen der unterschiedlichen Körperpartien des Reiters im Vergleich zum Pferd. Wir messen außerdem die Kraft der Steigbügel und vergleichen die Symmetrie der Kräfte mit den verschiedenen Bewegungen, die wir messen.”

Die Studie ist noch nicht abgeschlossen. Die Forscher hoffen, dass sie dazu beitragen könnte, den Reitstil der Jockeys bereits in der Ausbildung zu optimieren, um das Verletzungsrisiko zu senken.

Anna Walker, Royal Veterinary College: “Durch mehr Trainingseinheiten verbessert sich die Technik, der Reiter erlangt mehr Erfahrung. Das Sturzrisiko verringert sich. Wenn der Jockey ausgeglichener sitzt, ist auch das Pferd ausgeglichener, weil es nicht andauernd den wackelnden Bewegungen des Reiters entgegen wirken muss.”

Anhand der Studienergebnisse wollen die Forscher ein leichteres Messsystem entwickeln, dass der Jockey beim Training immer dabei haben könnte, um seine Haltung und die Auswirkungen auf das Pferd zu kontrollieren.