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Amnesty International: "Dramatischer Anstieg" an Todesurteilen weltweit

Die Zahl der Todesurteile weltweit ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Rund um den Globus wurden nach dem am Mittwoch veröffentlichten

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Amnesty International: "Dramatischer Anstieg" an Todesurteilen weltweit

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Die Zahl der Todesurteile weltweit ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Rund um den Globus wurden nach dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von Amnesty International mindestens 2466 Todesurteile verhängt. Im Jahr zuvor waren es mindestens 1925 Urteile (+28%).

Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty sprach von einem “dramatischen Anstieg”. Die Zahl der registrierten Hinrichtungen ging nach diesen Angaben allerdings deutlich zurück. Die Menschenrechtler kamen auf weltweit mindestens 607 Hinrichtungen (2013: 778, – 22%).

Allerdings fehlen in diesen Statistiken die Zahlen für China, wo genauere Angaben zu Hinrichtungen als Staatsgeheimnis behandelt werden. Amnesty gibt für die Volksrepublik nicht einmal Schätzungen bekannt. In dem Bericht heißt es dazu nur: “China hat wieder mehr Hinrichtungen ausführen lassen als der Rest der Welt zusammen.” Dies würde bedeuten, dass es weltweit mehr als 1200 Exekutionen gab.


Insgesamt vollstreckten der Amnesty-Statistik zufolge 22 Staaten Todesurteile – nur noch halb so viel wie vor zwanzig Jahren. Auf Platz zwei der Liste liegt wieder der Iran, wo mindestens 289 Menschen gehenkt wurden. Es folgen Saudi-Arabien mit 90 Hinrichtungen, der Irak (61) und die USA (35). In Europa vollstreckt als letztes Land nur noch Weißrussland (3) die Todesstrafe. Mit Ausnahme der USA sind das alles Mindestzahlen. Im Iran und in Saudi-Arabien gab es auch noch öffentliche Hinrichtungen.

Weiterführender Link
Im Wortlaut: Hinrichtungen & Todesurteile 2014