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Bislang mindestens 70 Opfer bei Anschlag somalischer Islamisten auf Universität in Kenia

Schwer bewaffnete Islamisten haben im Südosten Kenias eine Universität angegriffen und nach Angaben des Innenministeriums bislang mindestens 70

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Bislang mindestens 70 Opfer bei Anschlag somalischer Islamisten auf Universität in Kenia

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Schwer bewaffnete Islamisten haben im Südosten Kenias eine Universität angegriffen und nach Angaben des Innenministeriums bislang mindestens 70 Studenten getötet. Mehrere Dutzend wurden verletzt.

Die Terrormiliz Al-Shabaab aus dem benachbarten Somalia bekannte sich zu dem Angriff. Unklar bleibt, um wieviele Bewaffnete es sich handelt. Laut dem Innenministerium wurden inzwischen mindestens zwei Angreifer getötet. Die übrigen sollen sich in einem Wohnheim verschanzt und Geiseln genommen haben. Der Verbleib von rund 500 Studenten ist unklar.

Augenzeugenberichten zufolge hatten die Islamisten auf dem Campus zunächst in einer Moschee um sich geschossen und dann begonnen, gezielt nach Christen zu gesucht, um diese zu töten.

Polizei und Armee sperrten das Gelände ab. “Alle Menschen in unserem Land müssen jetzt wachsam sein, während wir unser Feinde konfrontieren und besiegen”, sagte Präsident Uhuru Kenyatta.

Die Universtität liegt in Garissa, etwa 360 Kilometer nordöstlich von Nairobi. Die Stadt ist Heimat vieler Somalier.

Die international als Terrorgruppe verbotene Al-Shabaab-Miliz, die in Somalia einen islamischen Staat etablieren will, verübte in Garissa bereits mehrfach Anschläge – auch als Rache für den Einsatz kenianischer Truppen in Somalia.

Medienberichten zufolge hatten neue Terrorwarnungen vorgelegen. Auch Großbritannien und Australien hatten eigene Warnungen herausgegeben.

Die kenianischen Sicherheitskräfte suchen den ehemaligen Leiter einer islamischen Schule in Garissa als mutmaßlichen Planer des Anschlags und setzten eine Belohnung von rund 50.000 Euro aus.