Eilmeldung

Eilmeldung

Der neuste Hype im Netz: Live Streaming

Mit Meerkat und Periscope ist es möglich das Netz an dem teilhaben zu lassen, was der User gerade unternimmt. Twitter sieht darin eine derart

Sie lesen gerade:

Der neuste Hype im Netz: Live Streaming

Schriftgrösse Aa Aa

Mit Meerkat und Periscope ist es möglich das Netz an dem teilhaben zu lassen, was der User gerade unternimmt.

Twitter sieht darin eine derart großartige Geschäftsidee, dass es sich das Start-up Periscope 100 Millionen Dollar kosten ließ. Seit ein paar Tagen ist die APP für iPhones und iPads verfügbar. Eine Android-Version soll schon bald folgen.

Das Motto: “Endedecke die Welt mit den Augen anderer”

Man gibt einen kurzen Erklärungstext ein, drückt den Startknopf, und schon überträgt das Smartphone das Kamerabild und den Umgebungston an alle, die zuschauen wollen. Zuschauer können Kommentare eintippen und auch beliebig oft zeigen, dass ihnen ein Video gefällt. Anders als bei der Konkurrenz von Meerkat werden die Stream gespeichert und können nach der Live-Übertragung noch einen Tag lang angeschaut werden.

Spielverderber machen sich nicht nur Gedanken darüber, ob da nicht nur dem Narzissmus gefrönt oder noch mehr digitaler Müll produziert wird. Sie sorgen sich auch, um die Datenmengen, die ein Kurzfilmchen generiert und die User schnell an die Grenzen ihrer Flat-Rate bringen könnten.

Kulturpessimisten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, weil hochkant gestreamt werden muss.

Journalisten sind sich nicht sicher, ob ihnen Hobby-Journalisten (“Citizen Journalists”) nicht die Butter vom Brot nehmen, oder sie jetzt schnell an Bildmaterial von allen möglichen Ereignissen kommen.

Vielleicht könnte der Hype aber auch so enden wie die Google-Brille. Weil sich viele ausspioniert fühlten, verboten Restaurants im eigentlich technikverliebten Kalifornien ihren Gebrauch.