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Portugiesischer Regisseur Manoel de Oliveira im Alter von 106 Jahren gestorben

Der portugiesische Filmemacher Manoel de Oliveira ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 106 Jahren. Nach Informationen einer portugiesischen

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Portugiesischer Regisseur Manoel de Oliveira im Alter von 106 Jahren gestorben

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Der portugiesische Filmemacher Manoel de Oliveira

Meinung

"Es gibt kein Geheimnis außer - arbeiten"

ist tot.

Er starb am Donnerstag im Alter von 106 Jahren.

Nach Informationen einer portugiesischen Online-Zeitung erlag er einem Herzversagen.

De Oliveira drehte fast bis zu seinem Lebensende Filme. Er wurde oft als der älteste aktive Filmregisseur der Welt bezeichnet.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt “Am Ufer des Flusses”. De Oliveira erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 in Venedig den “Goldenen Löwen” für sein Lebenswerk und 2007 den Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie.

2008, bei den Filmfestspielen in Cannes, wurde er mit einer Goldenen Palme für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Manoel de Oliveira wurde am 11. Dezember 1908 in Porto geboren.

In seiner Jugend war er ein ebenso vielseitiger wie erfolgreicher Sportler.

Oliveira begann seine Karriere noch beim Stummfilm – mit 25 Jahren trat er als Schauspieler auf in “Das Lied von Lissabon.”

Seine Frau Isabel begleitete ihn auf allen Höhen und Tiefen seines langen Künstlerlebens. Die beiden hatten vier Kinder.

Oliveiras erster Tonfilm als Regiesseur war “Aniki Bobo”. Gedreht 1942. Auf deutsch bekannt unter dem Titel “Das Porto meiner Kindheit”.

Weltbekannt wurden besonders seine späten Filme wie der 1995 mit John Malkovich und Catherine Deneuve gedrehte Streifen “O convento”.

Kurz vor seinem 100. Geburtstag antwortete er dem euronews-Reporter auf die Frage nach dem Geheimnis seiner Schöpferkraft:

“Es gibt kein Geheimnis außer – arbeiten.”

Und weiter:

“Ein mexikanischer Regisseur hat einmal gesagt, das Kino sei der Spiegel des Lebens. Aber nicht nur ein Spiegel wie jeder andere auch – das Kino ist der einzige Spiegel des Lebens. Und indem es der Spiegel des Lebens ist, ist es auch dessen Gedächtnis.”