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Unklarheit über die Finanzlage Griechenlands

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Unklarheit über die Finanzlage Griechenlands

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“Die Institutionen der EU bleiben während der Osterfeiertage geschlossen. Somit werden die Verhandlungen mit den Vertretern Griechenlands über mögliche Finanzhilfen erst in der kommenden Woche wieder aufgenommen”, sagt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Doch ohnehin rechnet man in Brüssel nicht mit einer raschen Einigung und einer entsprechenden Entscheidung der Eurogruppe. Die Positionen beider Seiten lägen zu weit auseinander, heißt es.

In Brüssel wird vor allem bemängelt, dass Athen keine umfassende Reformliste übermittelt hat. Diskutiert würden einzelne Reformmaßnahmen, ein Paket gebe es jedoch nicht. Die britische Zeitung “Financial Times” veröffentlichte Teile der Liste, die durchsickerte. Erwartet wird von der griechischen Regierung, dass sie eine Reihe von Staatsbetrieben privatisiert. Diese sträubt sich zwar nicht mehr dagegen, will aber einige kurz vor dem Abschluss stehende Verkäufe neu verhandeln. Unklarheit herrscht zudem über die finanzielle Lage Griechenlands.

Brüssel reagiert mit Zurückhaltung auf den in der nächsten Woche geplanten zweitägigen Moskau-Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Die gegen Russland gerichteten Sanktionen der EU seien nutzlos, so Tsipras gegenüber russischen Medien. Eine Sprecherin der EU-Kommission zitierte am Mittwoch Währungskommissar Pierre Moscovici, der gesagt hatte, dass es Tsipras freistehe, gute Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu haben. Der Platz Griechenlands sei jedoch in der Eurozone.

In dem verlängerten Hilfsprogramm stehen mehr als sieben Milliarden Euro für Griechenland bereit. Voraussetzung für Teilzahlungen ist jedoch grünes Licht aus Brüssel sowie vom Internationalen Währungsfonds für die Reformvorschläge Athens.