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Stabschef der Armee im Tschad: "Boko Haram hat Versorgungsachse blockiert"

Seit Januar dieses Jahres kämpft eine regionale Koalition bestehend aus Niger, dem Tschad und Kamerun gegen die Islamisten von Boko Haram. Ein Ziel

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Stabschef der Armee im Tschad: "Boko Haram hat Versorgungsachse blockiert"

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Seit Januar dieses Jahres kämpft eine regionale Koalition bestehend aus Niger, dem Tschad und Kamerun gegen die Islamisten von Boko Haram. Ein Ziel ist es, der nigerianischen Regierung zu helfen. Allerdings sind alle drei Länder auch selbst auf ihrem Territorium angegriffen worden.

euronews sprach mit dem Stabschef der Armeen im Tschad, General Brahim Seid Mahamat. Er erklärt die Gründe für das Engagement seines Landes in diesem Kampf:

“Der Tschad importiert fast alle seine Bedarfsgüter aus Nigeria und Kamerun. Die erste Achse begann in Maiduguri, passierte Gamburu und Kamerun und kam dann schließlich im Tschad an. Diese Achse wurde von Boko Haram komplett blockiert. Die nigerianische Armee war total abwesend, sämtliche Orte lagen auf dieser Achse und wurden von Boko Haram eingenommen.

Dann hat Boko Haram versucht, weiter nach Kamerun vorzudringen. Sie haben also eine ähnliche Situation für die Achse von Kamerun herbeigeführt. Das ist einer der Gründe dafür, dass der Tschad eingreift.

Der zweite Grund ist, dass Boko Haram versucht, auch in andere Länder vorzudringen, die an die drei nördlichen Provinzen Nigerias grenzen. Sie haben begonnen, nach Niger und in den Tschad vorzustoßen. Ich würde sagen, dass Boko Haram ein erklärter Feind der internationalen Gemeinschaft ist. Ein Feind, Terroristen. Ob es um Niger, Nigeria oder Kamerun geht. Das sind Individuen, die der Bevölkerung dieser Länder schaden.”