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Boko Haram: Niger und Tschad beklagen Untätigkeit Nigerias

Die Militäroffensive gegen Boko Haram scheint Erfolg zu haben. Angaben der Armee des Tschad und Niger zufolge wurden alle großen Städte befreit. Der Rest sei Aufgabe Nigerias.

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Boko Haram: Niger und Tschad beklagen Untätigkeit Nigerias

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Malam Fatori im Nordosten Nigerias: Die Armeen der Nachbarländer Niger und Tschad haben die Islamistenmiliz Boko Haram vor wenigen Tagen vertrieben – die Kämpfer flohen, noch bevor die Soldaten den Ort erreichten.

Meinung

Die Zerstörungskraft Boko Harams ist eingeschränkt. Ich sage nicht, dass sie nicht mehr existiert, aber sie wurde maximal reduziert.

Die Militäroffensive scheint Erfolg zu haben: Alle wichtigen Städte konnten von Boko Haram zurückerobert werden, das schätzen die Stabschefs der Armeen des Tschad und Niger. Jetzt sei es an Nigeria sich um den Wiederaufbau und die Sicherung zu kümmern, so die Militärs bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im nigrischen Diffa. “Wir müssen uns mit Nigeria absprechen, denn die vereinigten tschad-nigrischen Kräfte haben nicht die Absicht, sich um die eroberten Orte zu kümmern”, so General Seyni Garba, Stabschef der nigrischen Armee. “Die nigerianischen Partner müssen diese Orte jetzt sowohl von militärischer als auch von ziviler Seite aus wieder in Besitz nehmen.”

General Brahim Seid Mahamat, Stabschef der tschadischen Armee: “Die großen Städte, die Boko Haram besetzt hält, sind jetzt wieder in der Hand des Niger, Tschad und Nigerias. Die Zerstörungskraft Boko Harams ist eingeschränkt. Ich sage nicht, dass sie nicht mehr existiert, aber sie wurde maximal reduziert.”

Aus Malam Fatori sind beim Einmarsch der Islamisten im November nahezu alle 30.000 Einwohner geflohen. Nur einige Alte, Kranke, wenige Frauen und Kinder blieben. Sie und die wenigen, die schon zurückgekehrt sind, fürchten die Rückkehr der Miliz.

Der UN-Menschenrechtsrat rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen. Seit 2009 hat die Terrorgruppe demnach in Nigeria und den Nachbarländern mehr als 15.000 Menschen getötet.

Our correspondent Luis Carballo has been living alongside the Chadian military to see first hand what remains of Malam...

Posted by euronews on Tuesday, 7 April 2015