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IS-Miliz rückt in Damaskus vor: Zivilisten fliehen aus Jarmuk

Offenbar ist es Zivilisten gelungen, aus dem von der IS-Miliz belagerten Viertel Jarmuk im Süden Damaskus zu fliehen. Bombardierungen der Regierungstruppen hatten die Evakuierung verhindert, so Opposi

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IS-Miliz rückt in Damaskus vor: Zivilisten fliehen aus Jarmuk

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Das Viertel Jarmuk im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus: Offenbar ist es Zivilisten gelungen, aus dem von der IS-Miliz belagerten Viertel Jarmuk im Süden Damaskus’ zu fliehen. Über die Zahl der Geflohenen gibt es unterschiedliche Angaben. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNWRA spricht von fast 100, die Palästinensische Befreiungsorganisation von 2000 Menschen. UNRWA beschrieb die humanitären Zustände in Jarmuk als katastrophal. Tausende seien seit zwei Jahren dort gefangen, durch die jüngsten Kämpfe habe sich die Situation noch verschlechtert.

Die IS-Miliz hatte das nur wenige Kilometer vom Amtssitz des Machthabers Baschar al-Assad entfernte Viertel in den vergangenen Tagen größtenteils unter ihre Kontrolle gebracht. Palästinensische Milizen konnten sie nicht aufhalten. Syrische Streitkräfte bombardierten Stellungen der Islamisten. Damit machten sie den Zivilisten die Flucht unmöglich, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die oppositionelle Organisation warf der Regierung vor, Fassbomben einzusetzen.

Jarmuk wird seit über anderthalb Jahren von der Armee belagert. Das Viertel ist seit Langem zwischen den Aufständischen und Regierungstruppen umkämpft. Die langen Kämpfe und die Belagerung haben die Lebensbedingungen der Flüchtlinge stark beeinträchtigt. Sollte die IS-Miliz Jarmuk halten, wäre es ihr bislang weitester Vorstoß auf Damaskus.