Eilmeldung

Eilmeldung

12. Sharjah-Biennale zeigt "Vergangenheit, Gegenwart und Mögliches"

Sie lesen gerade:

12. Sharjah-Biennale zeigt "Vergangenheit, Gegenwart und Mögliches"

Schriftgrösse Aa Aa

“Die Vergangenheit, die Gegenwart, das Mögliche” ist das Motto der 12. Sharjah-Kunstbiennale in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Über 50 Künstler

“Die Vergangenheit, die Gegenwart, das Mögliche” ist das Motto der 12. Sharjah-Kunstbiennale in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Über 50 Künstler aus mehr als 25 Ländern sind eingeladen, so wie der Rapper Shoggy Angoy: “Diese Performance heißt ‘Fanfare funeraille’, sie vermischt Tanz, Musik und Theater. Warum der Titel ‘Beerdigung mit großem Tamtam’? Wir versuchen eine Realität wiederzugeben, die bei uns in der Demokratischen Republik Kongo fast zu einem Ritual geworden ist: Bei einer Beerdigung kommen die Leute nicht, um mit der Familie des Verstorbenen zu trauern, sondern um ihre Kleidung, ihre Designerlabels vorzuführen.”

Meinung

Diese Talente sind Frauen, die aus einer arabischen Welt kommen und die wir vorher nicht kannten.

Ein Spiel der Sinne ist die Installation des Argentiniers Eduardo Navarro) mit großen blauen Kugeln.

Der thailändische Künstler Rirkrit Tiravanija schuf eine Installation aus getrockneten Rosenblüten, einem Rosengarten und der Destillation von Rosenblättern in Rosenöl. Dann bat er Köche, etwas daraus zu zaubern.

“Künstlerische Inspirationen durch Rosen zeigen sich in Literatur und Kultur auf der ganzen Welt. Sie sind symbolisch und wecken Emotionen. Rosen bereichern die Sinne, wir können sie trinken, riechen, berühren, schmecken und uns an ihrer Schönheit erfreuen. Diese Garteninstallation ist voll mit wundervollen Rosen”, so der syrische Künstler Khaled Al Saa’i.

“Steel Rings” heißt das Kunstwerk des libanesischen Künstlers Rayyane Tabet. Es soll eine Öl-Pipeline darstellen.

Die Holzskulpturen wurden von der 1916 geborenen libanesischen Künstlerin Saloua Raouda Choucair gemacht.

Die 1991 gestorbene türkische Künstlerin Fahrelnissa Zeid vermischte in ihren Werken abstrakte Elemente mit Einflüssen aus der islamischen und byzantinischen Kunst.

“Was mir an dieser Ausstellung gefällt, ist, dass sie großartige Künstler zeigt. Und diese Talente sind Frauen, die aus einer arabischen Welt kommen und die wir vorher nicht kannten. Einige dieser Künstler sind noch am Leben, andere bereits gestorben. Man sieht viele aktuelle und neue Kunstwerke. Ich freue mich, hier zu sein und einige der Auftritte erleben zu können”, so eine Besucherin.

Die Sharjah-Biennale gilt als größtes Kulturereignis der arabischen Welt. Organisiert wird sie von Sheikha Hoor al-Qasimi, der Tochter von Sheikh Sultan bin Mohammed Al Qasimi, der seit 1972 über das drittgrößte der sieben Emirate herrscht. Die Ausstellung läuft noch bis zum 5. Juni.