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Ein Haus aus dem 3-D-Drucker

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Ein Haus aus dem 3-D-Drucker

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Mit einer herkömmlichen Baustelle hat das nichts zu tun. Auf diesem Gelände in Amsterdam entsteht das erste europäische Haus aus dem 3-D-Drucker. Es

Mit einer herkömmlichen Baustelle hat das nichts zu tun. Auf diesem Gelände in Amsterdam entsteht das erste europäische Haus aus dem 3-D-Drucker. Es ist ein Forschungsprojekt, an dem Unternehmen, Universitäten, Städteplaner und ganz normale Bürger mitarbeiten. Entworfen hat das Grachtenhaus ein Trio niederländischer Architekten, gedruckt wird mit Bio-Kunststoff, der zu 80 Prozent aus Pflanzenöl besteht.

Meinung

Aktuell ist die Bauindustrie noch ein bisschen konservativ, aber die Digitalisierung kann diese Industrie völlig verwandeln.

“Das heißt nicht unbedingt, dass alles rund, gekrümmt oder eckig sein muss, aber es ist möglich. Auf diese Weise entdecken wir eine neue Technik, wie man in eine Wand alle notwendigen Installationen wie Wasserleitungen oder die Dämmung integriert und ihnen die notwendige Stärke gibt. Das machen wir auf eine sehr intelligente Art und Weise, wir brauchen weniger Material, dadurch wird es ein sehr smartes Haus”, so der Dus-Architekt Hans Vermeulen.

Das Haus kann man auch leicht auseinandernehmen und woanders wieder aufbauen.

“Aktuell ist die Bauindustrie noch ein bisschen konservativ, aber die Digitalisierung kann diese Industrie völlig verwandeln, in eine agilere Industrie, in der man sich online austauschen oder seinen Wohnbezirk upgraden kann und man kann weltweit gute Ideen teilen und an die Maschine schicken”, so Vermeulen.

Finanziert wird das Projekt mit Subventionen und Spenden. 2017 soll das traditionelle Grachtenhaus mit vier Stockwerken und 13 Zimmern fertig sein. Die Amsterdamer Architekten sind zwar Vorreiter, aber das erste gedruckte Haus der Welt kam in China aus dem Drucker. Dort werden bereits zehn Gebäude pro Tag gedruckt.